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Die Sammlung

Landesmuseum Zürich
publiziert am 10.10.2019

Die völlig neu konzipierte Dauerausstellung «Die Sammlung» im Landesmuseum Zürich zeigt über 7000 Exponate aus den eigenen Beständen. Diese wichtige Schau hat im sanierten westlichen Museumsflügel einen geschichtsträchtigen Standort erhalten.

Die neue Dauerausstellung «Die Sammlung» im Landesmuseum Zürich zeigt das handwerkliche und kunsthandwerkliche Schaffen der Schweiz über einen Zeitraum von rund 1000 Jahren. Die Exponate reichen vom sakralen Palmesel aus dem 11. Jahrhundert über den weltbekannten Globus des genialen Gelehrten Jost Bürgi aus dem 16. Jahrhundert bis hin zum edlen Valentino-Kleid, das vor fünf Jahren aus Stoffen der St. Galler Firma Forster Rohner hergestellt wurde. Auf drei Stockwerken und rund 2000 Quadratmetern werden den Besucherinnen und Besuchern über 7000 Exponate präsentiert. Die Ausstellung ist ein Querschnitt durch die Bestände des Schweizerischen Nationalmuseums, die mit 860‘000 Objekten die umfangreichste kulturhistorische Sammlung des Landes bilden.

Die komplett renovierten Ausstellungsräume sind wichtige Zeitzeugen. Ihr Architekt Gustav Gull entwarf das Landesmuseum im 19. Jahrhundert nach historistischen Grundsätzen. Er führte Stile vergangener Epochen ein und stimmte dabei Architektur, Interieurs und Sammlungsexponate aufeinander ab. Ein Kernstück in der Planung des Museums waren die sogenannten «Period Rooms», zwölf originale Prunkstuben aus dem Mittelalter, der Renaissance und der Barockzeit. Diese Räume zeigen auf eindrückliche Art und Weise das kunsthandwerkliche Können der Schweiz und gehören zu ihrem kulturgeschichtlichen Erbe.

Entstanden ist eine atmosphärisch dichte Ausstellung, die nicht nur das Eintauchen in die Vergangenheit erleichtert, sondern auch tief blicken lässt: in die kulturelle Vielfalt des Landes, die gesellschaftlichen Veränderungen und die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft.

Bilder

«Catopric Ring». Otto Künzli (*1948). Entwurf 1988, Ausführung 1992. Gold und Spiegel

Catoptric ist die altgriechische Bezeichnung für Spiegel. Der integrierte Spiegel reflektiert das Auge des Trägers, wenn er den Ring betrachtet. Otto Künzli ist für seinen Konzeptschmuck bekannt, der oftmals in verschlüsselter Form gesellschaftliche oder politische Themen aufnimmt. Depositum der Alice und Louis Koch-Stiftung.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Fingerring. Rotgold, farbige Steine

1820 schenkte Johann Wolfgang Goethe diesen Ring der 18-jährigen Wilhelmine Herzlieb, in die er verliebt war. Leider ohne Erfolg. Seine Verehrte heiratete einen anderen Mann. Depositum der Alice und Louis Koch-Stiftung

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Ensemble von Julian Zigerli (*1984). Shorts und Jacke aus der Kollektion «My Daddy was a military pilot». 2013. Seide bedruckt.

Sein Name steht für erfrischende und technisch durchdachte Entwürfe. Zu Julian Zigerlis Markenzeichen zählen Printdesigns, die er mit Künstlern, Grafikern oder Fotografen erarbeitet. Für die Kollektion, zu der dieses Ensemble gehört, wurde Zigerli mit dem Schweizer Designpreis ausgezeichnet.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Himmelsglobus, hergestellt von Jost Bürgi, 1594. Messing vergoldet

Der Universalgelehrte Jost Bürgi (1552-1632) war Hofuhrmacher in Kassel beim Landgrafen Wilhelm IV, der berühmte Mathematiker und Astronomen an seinem Hofe vereinte. Der künstlerisch und technisch hochstehende Himmelsglobus ist einer von fünf erhaltenen Exemplaren von Jost Bürgi.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Himmelsglobus, hergestellt von Jost Bürgi, 1594. Detail.

Der Universalgelehrte Jost Bürgi (1552-1632) war Hofuhrmacher in Kassel beim Landgrafen Wilhelm IV, der berühmte Mathematiker und Astronomen an seinem Hofe vereinte. Der künstlerisch und technisch hochstehende Himmelsglobus ist einer von fünf erhaltenen Exemplaren von Jost Bürgi.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Retabel mit heiliger Anna selbdritt. Augustin Henkel, 1521.

Ab dem 13. Jahrhundert treten Darstellungen mit der heiligen Anna, der Mutter von Maria, auf. Im Retabel wird das Christkind von Maria und Anna behutsam gehalten. Die Szene spielt in einem kapellenartigen Raum mit spitzbogigen Masswerkfenstern. Die Architektur zeigt die typischen Formen der Spätgotik. Depositum Gottfried Keller-Stiftung, Bundesamt für Kultur, Bern.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Wandbehang mit Hortus conclusus. Basel, 1480. Wolle, Seide, Gold- und Silberlahn.

Die Wirkerei zeigt Maria im Hortus conclusus, einem Garten mit Brunnen, blühenden Pflanzen und Tieren. Das ummauerte Paradies symbolisiert die Jungfräulichkeit der Muttergottes und ist ein wichtiges Motiv in der Marienverehrung.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Deckenmalerei in der unteren Kapelle

Die Michaelskapelle in Schwyz aus dem frühen 16. Jahrhundert diente dem Architekten Gustav Gull am Ende des 19. Jahrhunderts als Vorbild. Die Deckenmalerei wurde im Rahmen der Sanierungsarbeiten neu angebracht.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Beschreibung

Ausbau der Prunkstube aus dem Palazzo Pestalozzi in Chiavenna (I)

Copyright: Roman Keller, Zürich

Beschreibung

Ausbau der Prunkstube aus dem Palazzo Pestalozzi in Chiavenna (I)

Copyright: Roman Keller, Zürich

Einbau von technischen Elementen in den historischen Zimmern

Wie in allen historischen Zimmern wurden hinter dem Täfer der Prunkstube aus dem Haus zum «Alten Seidenhof» von Zürich technische Elemente wie etwa Stromkabel angebracht.

Copyright: Roman Keller, Zürich

Sanierungsarbeiten in der oberen Kapelle

Bei den Sanierungsarbeiten wurden die ursprünglichen Malereien freigelegt, restauriert und wenn nötig ergänzt. Ein Fliesenboden um 1600 aus dem Winkelriedhaus in Stans war das Vorbild für die Nachbildung des Bodens, der zum grössten Teil noch aus den Fliesen von 1898 besteht.

Copyright: Roman Keller, Zürich

Originaler und rekonstruierter Fliesenboden

Rechts die originalen Fliesen von 1898, links die im Rahmen der Sanierungsarbeiten rekonstruierten Fliesen. Vorbild war ein Fliesenboden aus dem alten Casino Luzern (1575-1600).

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Lichthof in den 1980er-Jahren mit eingezogener Decke.

Um mehr Ausstellungsflächen zu generieren wurde im Lichthof eine Decke eingezogen. So verfügte man über auf zwei Etagen verteilte Flächen.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Der geöffnete und in den ursprünglichen Zustand rückgeführte Lichthof.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden die Lichthöfe wieder geöffnet und in ihren ursprünglichen Zustand von 1898 gebracht.

Copyright: Atelier Brückner / Daniel Stauch

Apotheke

Die Offizin – der Hauptraum einer Apotheke – ist eine museale Inszenierung von 1898. Der grösste Teil des Mobiliars stammt aus der ehemaligen Apotheke des Klosters Muri (AG).

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Prunkstube aus dem Palazzo Pestalozzi, 1585

Dank der neuen Inszenierung mit Spiegeln am Boden können die Besucherinnen und Besucher die prächtige Kassettendecke betrachten.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Untere Kapelle

Der Ausstellungsraum vermittelt den Eindruck einer gotischen Kapelle mit Sterngewölbe, Deckenmalerei und Masswerkfenstern. So werden in diesem Raum Skulpturen und Altäre präsentiert. Diese gehören seit dem frühen Mittelalter zur Ausstattung von Kirchen und Kapellen.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Originaler Saal mit Gemälden von 1667 aus dem Haus zum «Langen Stadelhof» in Zürich.

Der Barocksaal diente Heinrich Lochmann, Oberst in französischen Diensten, als Festsaal für gesellschaftliche Anlässe. Die Portraits zeigen Vertreter des französischen Königshauses und ihre politischen Gegenspieler sowie Protagonisten des Dreissigjährigen Krieges. Der Fliesenboden von 2018 ist eine Rekonstruktion desjenigen von 1898.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Goldschmiedekunst

Prächtige Preziosen aus der Edelmetall-Sammlung zeugen von der jahrhundertealten Tradition und dem hohen handwerklichen und künstlerischen Niveau der Schweizer Goldschmiede. Die Objekte standen ursprünglich in Kirchen, Rathäusern, Zunftstuben und herrschaftlichen Privathäusern.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Prunkwaffensammlung

Prunkwaffen, oft kunsthandwerkliche Meisterstücke, dienen hauptsächlich der Repräsentation. Dazu gehören etwa die von der Goldschmiedefamilie Oeri hergestellten Säbel und Degen oder die Pistolen des Büchsenmachers Felix Werder.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Prunkschlitten von Hans Wilhelm Tüfel (1631–1695), um 1680, Sursee LU.

Die Delphine mit offenem Rachen, der Meeresgott Triton und der Fisch auf den Kufen sind vom Tritonenbrunnen in Rom inspiriert.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Einsiedlerservice, 1775–1776. Porzellanmanufaktur Kilchberg-Schooren ZH. Porzellan bemalt

Das ursprünglich 300-teilige Tafelservice wurde in der Porzellanmanufaktur Kilchberg-Schoren im Auftrag des Kantons Zürich hergestellt. Es handelt sich um das einzige Schweizer Staatsservice der damaligen Zeit und war ein Geschenk an das Kloster Einsiedeln.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

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