© Schweizerisches Nationalmuseum

Ausstellung | 16.09.2022 - 15.01.2023

Barock
Zeitalter der Kontraste

Ausstellung

Barock ist mehr als eine Frage des Stils. Diese Kulturepoche zwischen 1580 und 1780 ist von grossen Kontrasten geprägt: Opulenz und Innovation auf der einen, Tod und Krisen auf der anderen Seite. Andauernde Religionskriege und globaler Handel führen zu Machtgewinn und zu kulturellem Austausch, aber auch zu Hungersnöten und Ausbeutung. Die Schweiz ist dabei mitten drin: Ihre Architekten realisieren bedeutende Werke in ganz Europa, Künstlerinnen und Wissenschaftler sind international vernetzt, in Kleidung und Interieur spiegelt sich die französische Hofkultur wider und die weltweite Zirkulation von Waren und Wissen verändert das Leben nachhaltig. Die Ausstellung präsentiert kostbare Objekte aus der barocken Architektur, Gartenkultur, Mode und Kunst und fokussiert dabei auf deren historischen Kontext, um diese schöpferische Epoche in ihrer ganzen Ambivalenz zu beleuchten.

Führungen

Sa 1.10.2022

13:30 – 14:30 Uhr

Führung

Barock

Do 20.10.2022

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Barock

Sa 29.10.2022

13:30 – 14:30 Uhr

Führung

Barock

Do 17.11.2022

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Barock

Sa 26.11.2022

13:30 – 14:30 Uhr

Führung

Barock

Do 1.12.2022

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Barock

Do 8.12.2022

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Barock

Do 22.12.2022

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Barock

Sa 7.1.2023

13:30 – 14:30 Uhr

Führung

Barock

So 9.10.2022

11:00 – 12:00 Uhr

Führung

Barock - glanzvolle Mode und weitgereiste Schätze

So 6.11.2022

11:00 – 12:00 Uhr

Führung

Barock - sehen und gesehen werden

Do 6.10.2022

14:00 – 15:15 Uhr

Führung

Barock

Do 10.11.2022

14:00 – 15:15 Uhr

Führung

Barock

Do 5.1.2023

14:00 – 15:15 Uhr

Führung

Barock

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Barock - Überblicksführung

Private Gruppenführung

Das Fernrohr ermöglicht Weitsicht – das Mikroskop den Blick auf kleinste Organismen. Beide Instrumente sind technische Innovationen des Barock und stehen symbolisch für ein Zeitalter der Kontraste. Globaler Handel, Religionskriege und absolute Machtansprüche prägen diese Zeit. Welche Rolle spielt die Schweiz im Gefüge der barocken Welt? Und welche globalen Netzwerke entstehen? Die Ausstellung eröffnet vielfältige Perspektiven auf eine bewegte Zeit. Auf Wunsch wird ein Schwerpunkt auf das Thema Architektur gelegt.

Führung: 1 Stunde

Führungen für private Gruppen sind auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich:
Mo zwischen 9.30 und 18 Uhr, Di bis Fr zwischen 9.30 und 19.45 Uhr, Sa und So zwischen 10 und 17 Uhr.

Anmeldung:  

2 Wochen im Voraus

Dauer:

 

60 Minuten, spezielle Angebote auf Anfrage möglich

Gruppengrösse:

 

max. 25 Personen pro Führung.

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Weitere Angebote nach Absprache.

Kosten:


 

 

180 CHF für die Führung, zuzüglich reduzierter Eintritt von 8 CHF pro Person.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei.

Für Gruppen von Personen mit Ausweis N, S, B, F (Flüchtling) oder F (Ausländer/in) sind Führung und Eintritt kostenlos. 

Mitarbeiterin des Landesmuseums am Telefon

Reservationsdesk

+41 44 218 66 00 reservationen@nationalmuseum.ch

Schulen

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Barock – Überblicksführung

Sekundarstufe I und II

Das Fernrohr ermöglicht Weitsicht – das Mikroskop den Blick auf kleinste Organismen. Beide Instrumente sind technische Innovationen des Barock und stehen symbolisch für ein Zeitalter der Kontraste. Globaler Handel, Religionskriege und absolute Machtansprüche prägen diese Zeit. Welche Rolle spielt die Schweiz im Gefüge der barocken Welt? Und welche globalen Netzwerke entstehen? Die Ausstellung eröffnet vielfältige Perspektiven auf eine bewegte Zeit. Auf Wunsch wird ein Schwerpunkt auf das Thema Architektur gelegt.

Führung: 1 Stunde
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz

Auch als virtuelle Führung möglich, buchbar während den folgenden Zeitfenstern: montags 13.00-18.00 Uhr, mittwochs und freitags 08.15-10.30 Uhr.

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Barock – sehen und gesehen werden

Mittelstufe | Sekundarstufe I

Nicht erst seit der Erfindung von TikTok und Instagram ist es dem Menschen wichtig, sich selbst in einer bestimmten Art darzustellen. Reich gedeckte Festtafeln, opulente Kleidung und symmetrische Schlossgärten zeigen, wer in der Zeit des Barock Rang und Namen hat. Wie präsentierten sich die Menschen damals? Welche Parallelen gibt es zur heutigen Entwicklung von Modeerscheinungen? Die Lernenden erhalten einen Einblick in die Trends des Barock.

Führung: 1 Stunde
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Barock – vielfältige Vernetzung

Sekundarstufe I und II

Architektur und Städtebau, Natur und Garten, Mode und Interieur, Wissen und Kunst – in vielen Bereichen spielt in der Zeit des Barock die globale Vernetzung eine wichtige Rolle.  Wie sehen die Menschen in Europa die Welt? Und was hat der Barock mit der Gegenwart zu tun? Die Lernenden entdecken anhand von ausgewählten Objekten die Welt des Barock und gehen in der Ausstellung selbstständig auf Spurensuche.

Interaktive Führung: 1.5 Stunden
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Einführungen für Lehrpersonen

Führung durch die Ausstellung und Inputs zur Arbeit mit Schulklassen ab Mittelstufe. Mit Joya Indermühle, Kuratorin der Ausstellung, sowie dem Team Bildung & Vermittlung.

Mi 21.09.22 | 17.30 – 19 Uhr

Virtuelle Führung durch die Ausstellung und Inputs zur Arbeit mit Schulklassen ab Mittelstufe. Mit Joya Indermühle, Kuratorin der Ausstellung, sowie dem Team Bildung & Vermittlung.

Dieser Rundgang findet via Zoom statt. Sie bekommen nach der Reservation einen persönlichen Online-Zugang zugeschickt.

Mi 28.09.22 | 17.30 – 19 Uhr

Schulunterlagen

Die Schulunterlagen bestehen aus didaktischen Überlegungen für die Lehrpersonen, Arbeitsblättern und Porträts zu wichtigen Akteurinnen und Akteuren sowie Ausstellungsobjekten aus der Zeit des Barock.

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Selbstständige Besichtigung

Die Ausstellung kann auf Anmeldung auch selbstständig besucht werden. Vorgängige Besuche sind für Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz kostenlos.

Im Anschluss an die Führung empfiehlt sich eine selbstständige Vertiefung in der Ausstellung mit der Schulklasse mit Hilfe der Schulunterlagen.

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Podcast

 

Roberto Zaugg – Die Schweiz und die Welt zur Zeit des Barock

Die Gegenreformation, der Dreissigjährige Krieg und die fortschreitende Kolonisierung prägen die Epoche des Barock. Die Zirkulation von Waren und Wissen wird durch den Ausbau von weltweiten Handelsnetzwerken beschleunigt. Die Eidgenossenschaft ist Teil dieser globalen Verflechtungsprozesse. Roberto Zaugg, Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Zürich, spricht in dieser Folge mit Erik Thurnherr, Texetera, über die Vielschichtigkeit des Barock und deren politische und wirtschaftliche Zusammenhänge.

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Claudia Opitz-Belakhal – Die Rollen der Frau im Barock

Was bedeutet es, eine Frau zu sein im Barock? Haben Frauen zu dieser Zeit überhaupt Zugang zu Bildung? Inwiefern unterscheiden sich die Rechte einer verheirateten von einer unverheirateten Frau? Und was für Rollenbilder bestimmen die Zeit? Claudia Opitz-Belakhal, Professorin für Neure Geschichte an der Universität Basel und Erik Thurnherr, Texetera, nehmen in dieser Folge die Hörenden mit auf einen sozialgeschichtlichen Rundgang und spricht über das Leben von Frauen im Barock in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten – von der Naturforscherin bis hin zur Mätresse.

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Axel Christoph Gampp – Schweizer Barockarchitekten in Europa

Im Zuge der katholischen Reformbewegungen werden in ganz Europa prachtvolle Kirchen und bedeutende Paläste errichtet. Die Nachfrage nach barocker Baukultur als Zeichen kirchlicher und staatlicher Repräsentation ist gross. In dieser Folge spricht Axel Christoph Gampp, Professor am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel und an der Berner Fachhochschule mit Erik Thurnherr, Texetera, über die massgebliche Beteiligung von Tessiner Architekten an der barocken Gestaltung von Rom und erläutert, wie Graubündner Baumeister die italienisierende Formensprache in den süddeutschen Raum transferiert haben.

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Gabrielle Schaad – Barock nach dem Barock

Im 20. Jahrhundert erfährt der Barockbegriff eine Aktualisierung. Er wird nicht mehr nur als Epochen- oder Stilbezeichnung verwendet, sondern als kreatives, quasi universal übertragbares Konzept eingeführt. Gabrielle Schaad, Kunsthistorikerin und Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste und an der TU München und Erik Thurnherr, Texetera, gehen in dieser Podcast-Folge den Ursprüngen des Barock-Begriffs nach und erklären, dass barocke Konzepte wie Ensembleschöpfungen, Immersion oder Raumillusion bis in die heutige Zeit nachhallen.

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Thierry Sarmant – Le rayonnement de la cour de France

Durant le règne de Louis XIV, tous les regards sont tournés vers la France. À une époque marquée par bon nombre de crises et de guerres, le roi de France développe la vie à la cour et mène à son apogée la production de luxe dans les domaines de la décoration d’intérieurs, des arts décoratifs et de la mode. Dans cette épisode, Thierry Sarmant, archiviste, historien et conservateur général aux Archives nationales à Paris, parle avec Florence Grivel de la création des manufactures royales et des multiples facettes de la personnalité de Louis XIV.

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Simona Boscani Leoni – Scoperte e invenzioni rivoluzionarie

L’invenzione del cannocchiale e del microscopio incarna in modo esemplare la nuova concezione del mondo in epoca barocca, un periodo contraddistinto da viaggi di artisti ed eruditi, dalla fondazione di accademie e dalla costituzione di collezioni. L’esplorazione empirica della natura coinvolge anche personalità svizzere quali Johann Jacob Scheuchzer o Maria Sibylla Merian. In questo episodio Brigitte Schwarz e Simona Boscani Leoni, professoressa di storia moderna all’Università di Losanna, getta uno sguardo sull’universo degli studiosi dell’epoca, mostrando come la Svizzera fosse pienamente integrata in questa vasta rete di ricerche e innovazioni.

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Blogbeiträge zum Thema

Kurt Messmer

16. März 2018

Versailles und Paris in Solothurn

Die Paläste der Gnädigen Herren zeugen noch heute von einer Zeit, in der man auch hierzulande als Herr oder als Untertan geboren wurde.

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Zwei Söldner des Regiments Karrer, 1763. Handzeichnung nach 1850.

Adrian Baschung

12. August 2022

Schweizer Söldner in Nordamerika

Obwohl offiziell nicht erlaubt, waren in der Zeit des Spätbarocks Schweizer Söldner auch in Nordamerika aktiv. Im Krieg zwischen Frankreich und Amerikanischen Ureinwohnern fielen Schweizer Kämpfer des Infanterie-Regiments Karrer in Mississippi.

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Reliquiar mit Papier roulé - Arbeiten aus dem Kloster Visitation in Solothurn.

Sander Kunz

10. August 2022

Klosterarbeiten – virtuoses Kunsthandwerk

Im Zuge der Gegenreformation gewannen Reliquien wieder an Bedeutung. In Frauenklöstern verzierten Ordensschwestern in stundenlanger Handarbeit die Gebeine von Heiligen, um sie – ganz im Stil des Barocks – in Klosterkirchen den Gläubigen zu präsentieren.

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Alle Blogbeiträge

Publikation

Der Barock ist ein Zeitalter der Kontraste, in dem Kunst, Architektur, Mode und Kunsthandwerk aufs Engste mit den religiösen, sozialen und politischen Umbrüchen der Zeit verknüpft waren. Die reich bebilderte Publikation beleuchtet unterschiedliche Facetten dieser grossen Kulturepoche aus interdisziplinärer Perspektive. Ein besonderes Augenmerk gilt den vielfältigen Verbindungen der Schweiz mit Europa und der «Neuen Welt»: So erlebte die Handwerkskunst dank neuer Vorlieben, etwa für Indiennes-Stoffe oder chinesisches Porzellan, einen Aufschwung. Schweizer Architekten waren in weiten Teilen Europas tätig und somit massgeblich am Bauboom der römisch-katholischen Kirche beteiligt. Die barocke Hofkultur strahlte von den europäischen Höfen in die Schweiz aus und führte auch hier zu einer neuen Tafelkultur, prunkvollen Interieurs und luxuriöser Kleidung.

196 Seiten, 142 Abbildungen
ISBN 978-3-85616-983-1 Deutsch

Herausgegeben vom Schweizerischen Nationalmuseum.

Medien

Barock. Zeitalter der Kontraste

Landesmuseum Zürich | 16.9.2022 - 15.1.2023
publiziert am 14.9.2022

Opulenz und Innovation auf der einen, Tod und Krise auf der anderen Seite: Die Epoche des Barock ist geprägt von Kontrasten und hat Auswirkungen bis heute. In der grossen Herbstausstellung taucht das Landesmuseum Zürich tief in diese Epoche ein.

Beim Begriff «Barock» denkt man in der Regel an prachtvolle Kirchen und Meisterwerke bildender Kunst, opulente Herrscher mit prunkvollen Palästen voller Luxus. Die rund 200 Jahre zwischen 1580 und 1780 sind aber viel mehr, als ihr Glanz vermuten lässt. Der Barock war ein Zeitalter der Extreme mit dunklen und tragischen Seiten: Gegenüber der Pracht standen andauernde Religionskriege, Kolonialisierung und Elend.

Der Dreissigjährige Krieg und die Gegenreformation waren für die Kluft innerhalb der Gesellschaft massgeblich verantwortlich. Die Konflikte entwickelten sich immer mehr zu einem langwierigen Kampf um die Macht in Mitteleuropa. Dieser bestimmte nicht nur das religiöse Leben und das politische System in Europa, sondern hatte tiefgreifende gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Veränderungen zur Folge. In diesem Meer von Gegensätzen entwickelten und veränderten sich Wissenschaft und Kultur rasant und prägten eine zunehmend vernetzte und globalisierte Welt. Auch die Eidgenossenschaft war wesentlicher Teil dieser vielfältigen Verflechtungen. Ihre Bewohnerinnen und Bewohner übernahmen zahlreiche Trends in der Mode, der Gartenkultur oder der Gestaltung von Interieurs. Gleichzeitig trugen einheimische Architekten, wie beispielsweise der Tessiner Francesco Borromini in Rom, mit bedeutenden Bauwerken in ganz Europa zur weiteren Verbreitung des Barocks bei.

Die Ausstellung im Landesmuseum Zürich beleuchtet dieses faszinierende Zeitalter und zeigt auf, dass die Eidgenossenschaft ein aktiver Teil dieser globalen Epoche war und auch immer wieder eigene Akzente setzen konnte. Die Schau zeigt ausserdem, wie barocke Elemente die Gesellschaft bis heute prägen, etwa auf dem Esstisch oder im Garten. Kostbare Objekte aus der barocken Architektur, Gartenkultur, Mode und Kunst zeigen die Üppigkeit und Schönheit dieser Zeit auf, ohne dabei den historischen Kontext zu vernachlässigen.

Mehr zur Ausstellung

Bilder

Nah und Fern

Im Barock etabliert sich das Stillleben als selbständige Gattung. Kunstvoll zusammengestellte Gold- und Silberwaren, venezianische Gläser, orientalische Textilien und chinesisches Porzellan zeugen von damaligen Sammlungs- und Handelsinteressen. Simon Luttichuys (zugeschrieben), Stillleben, 1650–1680, Öl auf Leinwand.

Rijksmuseum, Amsterdam

Schlachtfeld Europa

Der aus religiösen Streitigkeiten hervorgehende Dreissigjährige Krieg ist das einschneidende Ereignis des Barock. Söldner plündern und morden neben den Schlachtfeldern. Die Bevölkerung ist gezeichnet von Hunger, Krankheit und Seuchen. Philips Wouwerman, Schlacht (bei Nördlingen), 1665–1668, Öl auf Leinwand.

bpk / Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Neues Weltbild

Der europäische Expansionsdrang führt zu einem wachsenden Interesse an der Kartographie. Die elaborierten Karten sind nicht nur für die Seefahrt von Bedeutung, sondern – gesammelt in wertvollen Atlanten – auch begehrte Sammlungsstücke. Pieter Goos, Zee-atlas ofte waterwereld […], Amsterdam, 1676, Kupferstich, koloriert.

Utrecht University Library

Barocke Sammlungskultur

Zu keiner anderen Zeit wird so intensiv gesammelt. In fürstlichen und bürgerlichen Kunst- und Wunderkammern wird das Wissen der Welt anhand unterschiedlichster Objekte und Kunstwerke zusammengetragen, präsentiert, erforscht und diskutiert. Cornelis I. de Baellieur, Galerie eines Sammlers, um 1640, Öl auf Holz.

Privatsammlung, Dauerleihgabe an LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz-Vienna, Inv.-Nr. G 28 © LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna

Belehren und Bewegen

Der aus einer Tessiner Familie stammende Giovanni Serodine (1594/1600–1630) ist Wegbereiter der frühbarocken Sakralkunst. Die üppig ausgeschmückten Barockkirchen und religiösen Gemälde dienen als visuelles Instrument des christlichen Glaubens. Giovanni Serodine, Vergine dei Mercedari, um 1625–1627, Öl auf Leinwand.

Pinacoteca cantonale Giovanni Züst, Rancate (Mendrisio), Cantone Ticino, Svizzera (Foto: Roberto Pellegrini)

Histoire du Roi

Die Tapisserie zeigt eine Szene im Kontext des Pyrenäenfriedens und der Hochzeit zwischen Louis XIV. und der spanischen Infantin. Die Begegnung findet in einem eigens dafür komponierten Raum statt. Charles Le Brun, Entrevue de Philippe IV et Louis XIV, Manufacture des Gobelins, Paris, 1668, Tapisserie (haute lisse), Seide, Wolle, Goldfaden.

(Collection du) Mobilier national, Paris, Philippe Sébert

Ansichten Roms

Giovanni Battista Piranesi (1720–1778) gibt ein eindrückliches Bild der barocken Stadt wieder. Viele der wichtigsten Monumente, wie der Obelisk auf der Piazza del Popolo, gehen zurück auf Domenico Fontana. Giovanni Battista Piranesi, Veduta della Piazza del Popolo, Blatt der Folge «Vedute di Roma», 1750–1775, Radierung.

ETH-Bibliothek Zürich, Graphische Sammlung

Kostbarkeit aus dem Ozean

Seit dem 16. Jahrhundert sind prachtvoll verzierte Nautiluspokale besonders begehrte Objekte in Kunst- und Wunderkammern. Die auf dem Nautilus thronende Nymphe nimmt Bezug auf dessen Auffindungsort im indopazifischen Raum. Nautiluspokal, Melchior Maria Müller, Zug, um 1670–1680, Perlmutt, Silber, teilvergoldet.

Schweizerisches Nationalmuseum

Exotische Seide

Dieser Manteau aus Schweizer Besitz zeichnet sich durch das elaborierte Seidengewebe mit Chinoiserie-Dekor aus. Der Stoff stammt aus den Niederlanden, wo Fabrikanten sich auf Gewebe mit fernöstlich inspirierten Mustern spezialisieren und diese nach ganz Europa exportieren. Manteau, 1730–1750, Seide.

Schweizerisches Nationalmuseum

Spanische Hofmode

Unter Erzherzogin Maria Anna erlangt der als Guardainfante bezeichnete Reifrock dank den Porträts von Hofmaler Diego Velázquez (1599–1660) ikonischen Wert. Der Guardainfante entwickelt sich aus dem spanischen und französischen Reifrock und zeugt vom Austausch zwischen den Höfen. Diego Rodríguez de Silva y Velázquez und Werkstatt, Erzherzogin Maria Anna, Königin von Spanien, 1652–1653, Öl auf Leinwand.

Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie, Foto: KHM-Museumsverband

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

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Pressekontakt Schweizerisches Nationalmuseum

+41 44 218 66 63 medien@nationalmuseum.ch

Impressum

  • Gesamtleitung Denise Tonella
  • Projektleitung und Ausstellungskuratorin Joya Indermühle
  • Kuratorische Beratung Christina Sonderegger
  • Wissenschaftliche Mitarbeit Michèle Seehafer
  • Szenografie Alex Harb
  • Projektbegleitung Heidi Amrein
  • Projektassistenz Noemi Albert
  • Projektkoordination Sophie Dänzer, Regula Moser
  • Wissenschaftliche Beratung Axel Christoph Gampp, Christine Göttler, Urs Haenggli
  • Spezialrecherchen Noemi Albert, Andrea Franzen, Christian Hörack, Daniela Schwab, Christina Sonderegger, Christian Weiss
  • Steuernder Ausschuss Heidi Amrein, Beat Högger, Markus Leuthard, Sabrina Médioni, Denise Tonella
  • Projektcontrolling Sabrina Médioni
  • Bildung und Vermittlung Gerda Bissig, Stefanie Bittmann, Lisa Engi, Vera Humbel
  • Werbegrafik Roli Hofer, Zürich
  • Ausstellungsgrafik Thomas Lehmann, LDSGN Zürich
  • Technische Leitung Debbie Sledsens, Mike Zaugg
  • Ausstellungsbau Bashir Ezzerari, Janine auf der Mauer, Marc Hägeli, Dave Schwitter, Ladina Fait, Philippe Leuthardt
  • Konservatorische Leitung Nikkibarla Calonder, Carolin Muschel
  • Konservierung und Objektmontagen Nikkibarla Calonder, Natalie Ellwanger, Anna Jurt, Iona Leroy, Sarah Longrée, Jürg Mathys, Charlotte Maier, Carolin Muschel, Sarah Obrecht, Gaby Petrak, Guillaume Rapin, Ulrike Rothenhäusler, Alexandra Schorpp, Alina Schmid, Helen Wybrew-Bond, Peter Wyer, Tino Zagermann; Chrigel Alder, Alder Stahl + Schweiss, Wädenswil; Romain Jeanneret, Atelier de restauration, Abbaye de St-Maurice; Glas Mäder & Co. AG, Rüschlikon; Sarah Obrecht, Bern; Marco Rebel, Luzern
  • Leihwesen und Objektlogistik Christian Affentranger, David Blazquez, Simon D’Hollosy, Reto Hegetschweiler, Maya Jucker, Markus Scherer, Samira Tanner, Angela Zeier
  • Fotografie Jörg Brandt
  • Bildarchiv Fabian Müller, Andrea Kunz
  • IT | Web Danilo Rüttimann, René Vogel
  • Medienstationen Alex Baur, Thomas Bucher, Ueli Heiniger, Pasquale Pollastro, Danilo Rüttimann, René Vogel
  • Animierte Kartenprojektion xkopp creative, Berlin
  • Marketing und Kommunikation Andrej Abplanalp, Anna-Britta Maag, Sebastiano Mereu, Carole Neuenschwander, Alexander Rechsteiner
  • Übersetzungen Marco Marcacci, Laurence Neuffer, Nigel Stephenson

Leihgeber

  • Staatsarchiv Aargau
  • Bischöfliche Administration der Kapellstiftung | Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum, Altötting
  • Rijksmuseum, Amsterdam
  • Alice und Louis Koch-Stiftung, Basel
  • Historisches Museum Basel
  • Staatsarchiv Basel-Stadt
  • Öffentliche Bibliothek der Universität Basel
  • Bernisches Historisches Museum, Bern
  • Burgerbibliothek Bern
  • Staatsarchiv des Kantons Bern
  • Universitätsbibliothek Bern, Bibliothek Münstergasse
  • Haus zum Dolder – Sammlung Dr. Edmund Müller, Beromünster
  • Musée militaire et des toiles peintes, Colombier
  • Bibliothèque de Genève, Ville de Genève
  • Collection Musée Ariana, Ville de Genève
  • Fondation Charles-Frédéric Necker, Genève
  • MAH Musée d’art et d’histoire, Ville de Genève
  • Stiftung Schloss Jegenstorf
  • Musée Historique Lausanne
  • Museo d’arte della Svizzera italiana, Lugano. Collezione Città di Lugano
  • Historisches Museum Luzern
  • Provinzarchiv Schweizer Kapuziner, Luzern
  • Staatsarchiv des Kantons Luzern
  • Accademia di architettura, Università della Svizzera italiana, Mendrisio
  • Bayerisches Hauptstaatsarchiv München
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München – Alte Pinakothek
  • Grafische Sammlung, Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Universitätsbibliothek der LMU München
  • Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
  • Château de Nyon
  • Mobilier national, Paris
  • Pinacoteca cantonale Giovanni Züst, Rancate (Mendrisio), Cantone Ticino, Svizzera / Deposito Fondazione Gottfried Keller, Berna
  • Gallerie Nazionali d’Arte Antica di Roma
  • Zentralbibliothek Solothurn
  • Galerie Ruf AG, Stansstad
  • Kunstmuseum St.Gallen
  • Stiftsbibliothek St.Gallen
  • Textilmuseum St.Gallen
  • Stiftung Schloss Landshut, Utzenstorf
  • Utrecht University Library
  • LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz-Vienna
  • Biblioteca Apostolica Vaticana, Città del Vaticano
  • Musei Vaticani, Città del Vaticano
  • ALBERTINA, Wien
  • Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie
  • Kunst Museum Winterthur
  • Entomologische Sammlung ETH Zürich
  • ETH-Bibliothek, Zürich
  • Graphische Sammlung ETH Zürich
  • Jesuitenbibliothek Zürich
  • Kunsthaus Zürich
  • Museum zur Geschichte der Veterinärmedizin und A.+M.Mahler-Lee Microscope Collection, Zürich
  • Paläontologisches Institut und Museum, Universität Zürich
  • Schweizer Finanzmuseum, Zürich
  • Zentralbibliothek Zürich
  • Zürcher Hochschule der Künste | Museum für Gestaltung Zürich
  • Staatsarchiv des Kantons Zug