Key-Visual der Ausstellung "Räder, Rennen, Ruhm"

Ausstellung | 15.07. - 16.10.2022

Räder, Rennen, Ruhm
Radsport Schweiz

Ausstellung

Seit seiner Erfindung wurde das Fahrrad, in der Schweiz Velo genannt, auch als Sportgerät genutzt. Und im Radsport hat die Schweiz Grosses geleistet. Nicht nur hat sie zahlreiche Weltmeistertitel und Olympiasiege errungen, sondern auch Disziplinen wie den Radball erfunden. Die Ausstellung macht eine Rundfahrt durch verschiedene Disziplinen des Radsports: Vom Zeitfahren auf der Strasse über das Radquer im Matsch und Schnee bis zur akrobatischen Kunstradvorführung in der Halle.

 

Videos

Der Siegeszug des Velos

Das Velo genannt, tritt seinen Siegeszug anfangs des 19. Jahrhunderts an: Zunächst als Laufrad ohne Pedale, später als Hochrad, das wegen erheblicher Sturzgefahr durch das Niederrad abgelöst wird. Im 20. Jahrhundert wird es zum Massenverkehrsmittel.

Querfeldeinrennen

Seit über 100 Jahren werden Querfeldeinrennen, heute auch Cyclocross genannt, veranstaltet. Querfahrerinnen und Querfahrer beherrschen die Steuerung ihrer Rennvelos perfekt, auch auf morastigem Untergrund. Der wesentlich jüngere Mountainbikesport mit seinen hochtechnologisierten Bikes ist eine harte Konkurrenz für den Querfeldeinradsport.

Sponsoring

Im Radsport wird erstmals systematisches Sponsoring betrieben. Fahrradfirmen finanzieren Teams, erkennbar an den Trikots.

Blogbeiträge zum Thema

Detail des von Beat Breu selbst hergestellten Modells des Siegs auf der Alpe d’Huez vom 20. Juli 1982.

Guido Balmer

29. Juli 2022

Beat Breus grosser Sieg en miniature

Die Geschichte des Schweizer Radsports ist voller Anekdoten. Eine davon ist der historische Sieg von Beat Breu auf der Alpe d’Huez 1982. Viel wurde darüber schon geschrieben. Was die wenigsten wissen: Beat Breu hat seine Siegesfahrt in minutiöser Kleinarbeit in einem Geländemodell verewigt.

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Koblet und Kübler an der Tour de Suisse von 1951. Kübler gewann die Tour vor Koblet.

Alexander Rechsteiner

15. Juli 2022

Rad an Rad

Höhen und Tiefen sind im Schweizer Radsport alltäglich – übertragen wie auch wörtlich. Der Sport auf dem Velo kann auf eine anekdotenreiche Geschichte zurückblicken.

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Guido Balmer

18. Februar 2022

Als das Velo «Liebling des Publikums» war

Velofahren boomt, dank Corona und E-Bike. Blütezeit des Velos waren jedoch die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts: Damals dominierte das Velo das Strassenbild, und im Eidgenössischen Parlament hiess es 1913 gar: «Die heutige Welt könnte ohne Fahrrad gar nicht mehr existieren.»

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Medien

Räder, Rennen, Ruhm. Radsport Schweiz

Landesmuseum Zürich | 15.7.2022 - 16.10.2022
publiziert am 12.7.2022

Ob auf der Strasse, in der Halle oder im Matsch und Schnee, das Velo ist aus dem Sport nicht wegzudenken. Und auch die Schweiz nicht, die im Radsport Grosses geleistet hat.

Seit seiner Erfindung im 19. Jahrhundert nutzen die Menschen das Fahrrad auch immer als Sportgerät. Das Velo stieg in den letzten 150 Jahren zu einem der meistgenutzten Sportutensilien der Welt auf. Dabei hat sich nicht nur das Fahrzeug selbst immer wieder weiterentwickelt, sondern auch seine vielseitigen Anwendungen. Neben diversen Strassenrennen massen sich Velosportlerinnen und Radsportler auch in der Halle, querfeldein oder sogar über Stock und Stein. Oder es wurden gleich komplett neue Disziplinen eingeführt. Etwa Radball, eine vom Schweizer Kunstradfahrer Nick Kaufmann Ende des 19. Jahrhunderts erfundene Radsportart.

Aber nicht nur wegen Nick Kaufmann und seiner spektakulären neuen Nutzung des Velos hat die Schweiz im Radsport Grosses geleistet. Neben vielen internationalen Titeln und Medaillen haben Schweizerinnen und Schweizer immer wieder für Höhepunkte auf zwei Rädern gesorgt. So erfand beispielsweise der Aargauer Hans Renold 1880 die Rollenkette, welche die Kraftübertragung massiv verbesserte und einen grossen Teil zur schnellen globalen Verbreitung des Fahrrads beitrug. Diese Art der Kette wird bis heute bei den meisten Velos eingesetzt, auch im Sportbereich.

Die Ausstellung im Landesmuseum Zürich lädt zu einer kleinen Rundfahrt durch die vielseitige Geschichte des Schweizer Radsports ein: Von A wie Arbeitersport, über S wie Stars bis zu Z wie Zürcher Velodrom.

Mehr Infos zur Ausstellung

Bilder

Sechstagerennen, 1968

Bei diesem Rennen soll während sechs Tagen eine möglichst weite Strecke auf der Bahn zurückgelegt werden, dabei lösen sich die Fahrer im Zweier-Mannschaftsfahren ab.

© ETH-Bibliothek Zürich / Foto: Comet Photo AG (Zürich)

Verdiente Pause, 1966

Fahrer ruhen sich beim Sechstagerennen im Hallenstadion Zürich-Oerlikon aus.

© ETH-Bibliothek Zürich / Foto: Comet Photo AG (Zürich)

Massenreigen, 1930

Der 1916 gegründete Arbeiter-Touring-Bund fördert den Gruppensport.

© Schweizerisches Sozialarchiv

Radakrobatik heute

Beim Flatland, einer Unterdisziplin des BMX-Freestyle, werden Tricks und Manöver in ästhetischer Abfolge kombiniert.

© Frank Schwichtenberg, 2017

Militärradfahrer, 1938–1945

Von 1891 bis 2003 verfügt die Schweizer Armee über Fahrradtruppen. In ihrer Pionierzeit fungieren sie als Kuriere und Nachrichtenübermittler.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Cyclocross, 1976

Seit 1900 trainieren in Europa Strassenrennfahrer im Herbst und Winter im Gelände, um ihre Kondition zu verbessern. Daraus entwickelt sich eine eigene Sportart, das Querfeldeinrennen.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Frauenradrennen in Genf, 1950

Seit den 1950er-Jahren gibt es offizielle Frauenradrennen, die erste Tour de Suisse Women startet erst 2021.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Strassenrennen, 1988

Das wichtigste Radrennen der Schweiz ist seit 1933 die Tour de Suisse.

© Schweizerisches Nationalmuseum / ASL

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

Keyvisual zur Ausstellung

Grafik: Res Zinniker, Bern.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Pressekontakt Schweizerisches Nationalmuseum

+41 44 218 66 63 medien@nationalmuseum.ch

Impressum

  • Gesamtleitung Denise Tonella
  • Projektleitung und Kuratorium Jacqueline Perifanakis
  • Projektbegleitung Luca Tori
  • Szenografie Klauser Lienhard, Zürich
  • Ausstellungsgrafik Thomas Lehmann, LDSGN Zürich
  • Wissenschaftliche Beratung und Recherchen Thomas Bochet, Michael Kempf, Selina Stuber
  • Steuernder Ausschuss Heidi Amrein, Beat Högger, Markus Leuthard, Sabrina Médioni, Denise Tonella
  • Projektcontrolling Sabrina Médioni
  • Werbegrafik Res Zinniker, Bern
  • Technische Leitung Henrike Binder
  • Ausstellungsbau Bachir Ezzerari, Janine auf der Maur, Ladina Fait, Marc Hägeli, Mike Roder, David Schwitter
  • Konservatorische Leitung Tino Zagermann
  • Konservierung und Objektmontagen Iona Leroy, Jürg Mathys, Tino Zagermann, Alder Stahl und Schweiss, Wädenswil
  • Leihwesen und Objektlogistik David Blazquez, Simon D’Hollosy, Reto Hegetschweiler, Markus Scherer, Samira Tanner, Angela Zeier
  • Bildarchiv Andrea Kunz, Fabian Müller
  • IT | Web René Vogel, Danilo Rüttimann, Pasquale Pollastro
  • Medienstationen Alex Baur, Thomas Bucher, Ulrich Heiniger, Pasquale Pollastro, René Vogel
  • Marketing und Kommunikation Andrej Abplanalp, Alexander Rechsteiner, Carole Neuenschwander, Sebastiano Mereu, Anna-Britta Maag
  • Übersetzungen Bill Gilonis; Marco Marcacci; Laurence Neuffer
  • Lektorat Thomas Bochet, Laurence Neuffer

Leihgeber

  • Adrien Elmiger, Zollikon
  • David Graf, Grenchen
  • Alois Iten, Zürich
  • Kübler Sport GmbH, Adliswil
  • Nusshold AG Veloersatzteile, Zürich
  • Eliane Maggi, Möhlin
  • Remo Peter, Zürich
  • Joséphine Reitzel, Lausanne
  • Sette Sports AG, Schenkon
  • Trek Fahrrad GmbH, Dübendorf
  • Albert Zweifel, Rüti

Besonderer Dank geht an

Nusshold AG Veloersatzteile, Zürich; Remo Peter, Zürich; Patrick Testuz, Trélex; Swiss Cycling - Verband Schweizer Radsport; Urs Schuler, Arisdorf; André Schwyn, Zürich; Bert Hulleman, Radsportseiten; Cosmos B. Schild & Cie. AG, Biel; Anne Schild, Musée de l'Hôtel-Dieu, Porrentruy; Hennes Roth, Frechen; Peter Fasnacht, memreg-das regionale Gedächtnis, Biel; Schweizerischer Verband Militär-Leistungssport und -Tradition; Markus Scherer.