Unterwegs mit Rosmarie Tissi
Daniela Schwab
7. Dezember 2017
Rosmarie Tissi, seit fast 60 Jahren Grafikerin, im Gespräch zu Arbeiten, Erlebnissen und Ansichten.
Visuelle Gestaltung im Alltag
Ausstellung | accessibility.time_to
Visuelle Kommunikation prägt unseren Alltag. Die Beispiele aus der umfangreichen Grafiksammlung des Schweizerischen Nationalmuseums veranschaulichen die Macht visueller Sprache. Anhand historischer Plakate und Objekte zeigt die Ausstellung im ersten Teil, wie Grafikdesign Begehren erzeugt, Stereotype transportiert und kulturelle Identitäten prägt – etwa durch die Darstellung von Geschlechterrollen in der Werbung, durch «Swissness» in der Gestaltung oder durch exotisierende Motive mit Inhalten, die heute als rassistisch zu verurteilen sind. Im zweiten Teil erfahren die Besuchenden, wie Grafikdesign entsteht. Von der Plakatgestaltung über Logos bis hin zu Typografie, Briefmarken oder Ausstellungsgrafik macht sie die gestalterischen Mittel und handwerklichen Prozesse sichtbar. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst Hand anzulegen. So wird verständlich, wie komplex, kreativ und gesellschaftlich bedeutend grafisches Gestalten ist – gestern, heute und morgen.
Die Ausstellung kann frei besichtigt oder im Rahmen einer Führung besucht werden.
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
13:30 – 14:30 Uhr
Führung
13:30 – 14:30 Uhr
Führung
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
13:30 – 14:30 Uhr
Führung
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
13:30 – 14:30 Uhr
Führung
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
13:30 – 14:30 Uhr
Führung
17:30 – 18:30 Uhr
Führung
17:30 – 18:30 Uhr
Führung
17:30 – 18:30 Uhr
Führung
17:30 – 18:30 Uhr
Führung
17:30 – 18:30 Uhr
Führung
17:30 – 18:30 Uhr
Führung
14:00 – 15:15 Uhr
Führung
14:00 – 15:15 Uhr
Führung
14:00 – 15:15 Uhr
Führung
14:00 – 15:15 Uhr
Führung
13:30 – 14:30 Uhr
Führung
18:00 – 19:00 Uhr
Führung
Plakate, Logos, Schriften – visuelle Kommunikation ist überall und prägt unseren Alltag. Wie können Inhalte durch grafische Gestaltung vermittelt werden? Wie haben sich handwerkliche und technische Prozesse weiterentwickelt? Die Teilnehmenden gewinnen Einblick in die kreative Welt der Grafik seit Beginn des 20. Jahrhunderts und entdecken typische Beispiele aus der Schweiz.
Führung: 1 Stunde
Führungen für private Gruppen sind auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich:
Mo zwischen 9.30 und 18 Uhr, Di bis Fr zwischen 9.30 und 19.45 Uhr, Sa und So zwischen 10 und 17 Uhr.
| Anmeldung: |
2 Wochen im Voraus |
|
|
Dauer: |
60 Minuten, spezielle Angebote auf Anfrage möglich |
|
|
Gruppengrösse: |
max. 25 Personen pro Führung. |
|
|
Sprachen: |
Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Weitere Angebote nach Absprache. |
|
|
Kosten: |
180 CHF für die Führung, zuzüglich reduzierter Eintritt von 10 CHF pro Person. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei. Für Gruppen von Personen mit Ausweis N, S, F sind Führung und Eintritt kostenlos. |
Montag bis Freitag 09:00 - 12:30
Grafik entsteht in einem kreativen Prozess, der Beobachten, Reflektieren und Gestalten miteinander verbindet. Wie können Plakate Wirkung erzeugen und Identitäten schaffen? Was sind die besonderen Merkmale des «Swiss Style»? Durch präzise Bildanalysen setzen sich die Teilnehmenden aktiv mit Gestaltungsprozessen auseinander. Sie erschliessen Bildkompositionen und kommen miteinander über grafische Umsetzungen ins Gespräch.
Führung: 1 Stunde
Führungen für private Gruppen sind auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich:
Mo zwischen 9.30 und 18 Uhr, Di bis Fr zwischen 9.30 und 19.45 Uhr, Sa und So zwischen 10 und 17 Uhr.
| Anmeldung: |
2 Wochen im Voraus |
|
|
Dauer: |
60 Minuten, spezielle Angebote auf Anfrage möglich |
|
|
Gruppengrösse: |
max. 25 Personen pro Führung. |
|
|
Sprachen: |
Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Weitere Angebote nach Absprache. |
|
|
Kosten: |
180 CHF für die Führung, zuzüglich reduzierter Eintritt von 10 CHF pro Person. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei. Für Gruppen von Personen mit Ausweis N, S, F sind Führung und Eintritt kostenlos. |
Montag bis Freitag 09:00 - 12:30
10:30 – 12:30 Uhr
AusgebuchtWorkshop
10:30 – 12:30 Uhr
Workshop
10:30 – 12:30 Uhr
Workshop
10:30 – 12:30 Uhr
Workshop
10:30 – 12:30 Uhr
Workshop
10:30 – 12:30 Uhr
Workshop
10:30 – 12:30 Uhr
Workshop
Plakate, Logos, Schriften – visuelle Kommunikation ist überall und prägt unseren Alltag. Wie können Inhalte durch grafische Gestaltung vermittelt werden? Wie haben sich handwerkliche und technische Prozesse weiterentwickelt? Die Lernenden gewinnen Einblick in die kreative Welt der Grafik seit Beginn des 20. Jahrhunderts und entdecken typische Beispiele aus der Schweiz.
Führung: 1 Stunde
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz
Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.
| Anmeldung: |
mindestens 2 Wochen im Voraus |
|
|
Sprachen: |
Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. |
Unser Newsletter für Schulen informiert Sie regelmässig über aktuelle Angebote.
Montag bis Freitag 09:00 - 12:30
Grafik entsteht in einem kreativen Prozess, der Beobachten, Reflektieren und Gestalten miteinander verbindet. Wie können Plakate Wirkung erzeugen und Identitäten schaffen? Was sind die besonderen Merkmale des «Swiss Style»? Durch präzise Bildanalysen und interaktive Sequenzen setzen sich die Lernenden aktiv mit Gestaltungsprozessen auseinander. Sie erschliessen Bildkompositionen und kommen miteinander über grafische Umsetzungen ins Gespräch.
Führung: 1 Stunde
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz
Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.
| Anmeldung: |
mindestens 2 Wochen im Voraus |
|
|
Sprachen: |
Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. |
Unser Newsletter für Schulen informiert Sie regelmässig über aktuelle Angebote.
Montag bis Freitag 09:00 - 12:30
Farbe, Form, Schrift und Bild sind zentrale Bestandteile der grafischen Gestaltung. Wie ergibt sich aus dem Zusammenspiel eine verständliche visuelle Kommunikation? Wie gelingt es, starke Effekte zu erzielen? Ausgehend von Eindrücken aus der Ausstellung entwerfen die Lernenden im Atelier ein eigenes Buchcover. Dabei erproben sie, verschiedene Gestaltungsmittel bewusst einzusetzen und zu kombinieren, um die gewünschte Wirkung hervorzurufen.
Workshop: 1.5 Stunden
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz
Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.
| Anmeldung: |
mindestens 2 Wochen im Voraus |
|
|
Sprachen: |
Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. |
Unser Newsletter für Schulen informiert Sie regelmässig über aktuelle Angebote.
Montag bis Freitag 09:00 - 12:30
Führung durch die Ausstellung mit dem Ausstellungskuratorium und Inputs zur Arbeit mit Schulklassen ab der Mittelstufe durch das Team Bildung & Vermittlung.
Mi 26.08.2026 | 17.30 – 19.00 Uhr
Das Begleitdossier zur Ausstellung steht ab Mitte August hier zum Download zur Verfügung. Es beinhaltet Lerneinheiten sowie Anregungen zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs.
Die Ausstellung kann auf Anmeldung auch selbstständig besucht werden. Vorgängige Besuche sind für Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz kostenlos.
Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.
| Anmeldung: |
mindestens 2 Wochen im Voraus |
|
|
Sprachen: |
Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. |
Unser Newsletter für Schulen informiert Sie regelmässig über aktuelle Angebote.
Montag bis Freitag 09:00 - 12:30
Visuelle Kommunikation begleitet uns überall: auf Verpackungen, Plakaten, Briefmarken, Strassenschildern, Uhren, Inseraten oder in Leitsystemen. Anhand von Objekten aus der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums wird in der Ausstellung sichtbar, dass Gestaltung weit mehr ist als Dekoration: Sie ordnet Informationen, schafft Orientierung, erzeugt Emotionen, vermittelt Werte und kann gesellschaftliche Vorstellungen festigen oder hinterfragen.
Der erste Teil der Ausstellung richtet den Blick auf die Wirkung von Gestaltung. Farben, Bilder und Schriften werden häufig schneller erfasst als Sprache und sprechen uns direkt an. Werbung nutzt diese Kraft gezielt: Sie inszeniert zum Beispiel Produkte als begehrenswert und transportiert dabei Werte, Rollenbilder oder Vorstellungen davon, welche Körper als ideal gelten. Historische Plakate und Inserate zeigen etwa, wie Frauen lange als fürsorgliche Hausfrauen, blosse Dekoration inszeniert wurden, während Männer häufiger als kompetent, aktiv oder dominant erscheinen. Solche Bilder prägen über Jahrzehnte hinweg, was als «normal» gilt. Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich, dass Grafik auch ein Mittel sein kann, um solche Normen sichtbar zu machen und kritisch zu befragen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gesundheit, Konsum und «Swissness». Werbung für Tabak, Alkohol oder stark verarbeitete Lebensmittel stellte lange Genuss, Freiheit oder Überfluss in den Vordergrund, während Risiken ausgeblendet wurden. Auch nationale Identität wird grafisch erzeugt: Schweizerkreuz, Berge, Armbrust, Wilhelm Tell oder vertraute Markenauftritte übersetzen Werte wie Qualität, Präzision und Verlässlichkeit in einprägsame Bilder. Der sogenannte «Swiss Style» mit klaren Rastern, Groteskschriften und funktionaler Gestaltung wurde international zu einem Markenzeichen moderner Schweizer Grafik. Zugleich thematisiert die Ausstellung kritisch den Blick auf «das Andere»: Exotisierende und rassistische Darstellungen zeigen, wie in visueller Gestaltung auch Machtverhältnisse, Stereotype und westliche Perspektiven reproduziert werden können.
Der zweite Teil führt in den Entstehungsprozess grafischer Gestaltung ein. Hier wird deutlich, wie viel Beobachtung, Handwerk und Systematik hinter scheinbar einfachen visuellen Lösungen stehen. Plakatentwürfe von Paul Brühwiler, Theo Ballmer oder Donald Brun zeigen die Suche nach dem passenden Motiv, nach Komposition, Technik und Ausdruck. Bei Brühwilers Filmplakat für das Filmpodium Zürich etwa dient ein Holzschnitt als Grundlage für den Siebdruck, als welcher das fertige Plakat umgesetzt wurde. Die Entwurfsserie macht verschiedene gestalterische Herangehensweisen sichtbar. Auch Ruedi Küllings OLMA-Entwürfe oder Siegfried Odermatts Plakatentwurf «Design aus den Niederlanden» zeigen, wie Formen, Farben, Papier, Schrift und Druckverfahren schrittweise zu einem prägnanten visuellen Auftritt verdichtet werden.
Besonders anschaulich wird die Allgegenwart von Grafik in den Bereichen Signaletik, Corporate Design und Produktgestaltung. Orientierungssysteme wie jenes der EPFL oder die Signaletik des Monte Verità zeigen, wie typografische, farbliche und formale Elemente Räume strukturieren. Das Corporate Design der Stadt Luzern oder Entwürfe für Palexpo machen sichtbar, wie Logos, Manuale und Anwendungen eine wiedererkennbare Identität schaffen. Auch Alltagsobjekte erzählen Designgeschichte: Die Swatch-Uhren von Robert & Durrer, darunter «Banana», «Nautilus» und «Jelly Fish», verbinden grafische Muster, Farben und industrielle Produktion zu kleinen tragbaren Zeichen ihrer Zeit. Verpackungen wie Cementit oder Inserate für Schweppes, BiC und Akris zeigen, wie Wiedererkennung, Wortwitz, Reduktion oder fotografische Präzision zum Erfolg einer Marke beitragen.
Die Ausstellung macht damit erfahrbar, dass Grafik nicht am Rand des Alltags steht, sondern ihn wesentlich mitgestaltet. Sie beeinflusst, was wir sehen, kaufen, erinnern und glauben. Sie kann Orientierung geben, Vertrauen schaffen und Identität stiften, aber auch Klischees verstärken oder ausgrenzen. Indem «Grafik. Visuelle Gestaltung im Alltag» historische Beispiele mit gestalterischen Prozessen verbindet, öffnet sie den Blick für eine visuelle Kultur, die uns täglich umgibt – und lädt dazu ein, genauer hinzusehen.