Grönlandkarte, The Royal Danish Library, 1906.

Ausstellung | 06.02. - 19.04.2020

Grönland 1912

Ausstellung

1912 durchquerte Alfred de Quervain Grönland. Die Daten, die der Schweizer Forscher auf der siebenwöchigen Expedition gesammelt hatte, sind für die Wissenschaft bis heute von Bedeutung. Die Ausstellung beleuchtet de Quervains Pioniertat im ewigen Eis und verknüpft sie mit der Gegenwart. Bis heute betreibt die Schweiz in Grönland Gletscherforschung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem der zentralsten Themen unserer Zeit: der Klimaerwärmung.

Führungen

Sa 7.3.2020

13:30 – 14:30 Uhr

Führung

Grönland 1912

Do 12.3.2020

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Grönland 1912

Sa 21.3.2020

13:30 – 14:30 Uhr

Führung

Grönland 1912

Do 9.4.2020

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Grönland 1912

Do 27.2.2020

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Polarheld werden

Do 5.3.2020

18:00 – 19:00 Uhr

Führung

Polarheld werden

Do 19.3.2020

14:00 – 15:15 Uhr

Führung

Grönland 1912

Do 2.4.2020

14:00 – 15:15 Uhr

Führung

Grönland 1912

Private Gruppenführung «Grönland 1912»

Die Überblicksführung beleuchtet die Polarexpedition von 1912 unter dem Schweizer Forscher Alfred de Quervain. Fotografien, Forschungsobjekte und spannende Exponate lassen Kälte und Klimaforschung wiederaufleben.

Führungen für private Gruppen sind auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich:
Mo zwischen 9.30 und 18 Uhr, Di bis Fr zwischen 9.30 und 19.45 Uhr, Sa und So zwischen 10 und 17 Uhr.

Anmeldung:  

2 Wochen im Voraus

Dauer:

 

60 Minuten, spezielle Angebote auf Anfrage möglich

Gruppengrösse:

 

max. 25 Personen pro Führung.

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Weitere Angebote nach Absprache.

Kosten:


 

 

180 CHF für die Führung, zuzüglich reduzierter Eintritt von 8 CHF pro Person.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei.

Grönlandkarte, The Royal Danish Library, 1906

Veranstaltungen

Filme

Schulen

Grönlandkarte, The Royal Danish Library, 1906

Führung

Mittelstufe | Sekundarstufe I und II

Grönland 1912 - Überblicksführung

Die Überblicksführung beleuchtet die Polarexpedition von 1912 unter dem Schweizer Forscher Alfred de Quervain. Fotografien, Forschungsobjekte und spannende Exponate lassen Kälte und Klimaforschung wiederaufleben.

Führung | kostenlos | 1 Stunde

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Schulunterlagen

Die Schulunterlagen mit Hintergrundtexten und Arbeitsblättern dienen der vertiefenden Beschäftigung mit dem Ausstellungsthema.

Selbstständige Besichtigung

Der selbstständige Besuch der Ausstellung mit einer Schulklasse ist auf Anmeldung möglich.

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Blogbeiträge zum Thema

© ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Unbekannt / Dia_297-0061 / Public Domain Mark

Andrej Abplanalp

6. Februar 2020

Der Eismann

Er war Wissenschaftler und Abenteurer: Alfred de Quervain durchquerte 1912 Grönland und löste damit in der Schweiz ein regelrechtes «Polarfieber» aus. Auch für die Forschung war dieser Kraftakt im ewigen Eis enorm wichtig.

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Benedikt Meyer

29. Juli 2019

Frankensteins Sommer

1815 erschuf ein Vulkanausbruch in Indonesien ein Monster, das ein Jahr später als Kälte- und Unwetterwelle Europa heimsuchte. Am Genfersee erblickten derweil im «Jahr ohne Sommer» zwei Monster der Weltliteratur das Zwielicht der Welt.

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Medien

Grönland 1912

Landesmuseum Zürich | 6.2.2020 - 19.4.2020
publiziert am 4.2.2020

1912 durchquerte Alfred de Quervain Grönland und löste damit in der Schweiz einen regelrechten «Polarboom» aus. Die Messungen des Wissenschaftlers beeinflussen die Gletscherforschung bis heute.

Seit Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit den schwindenden Gletschern. Der Rückzug der Eisriesen schreitet unaufhaltsam voran. Bereits vor gut 100 Jahren standen die Gletscher im Fokus der Klimaforschung. Allerdings unter anderen Voraussetzungen: Im 19. Jahrhundert fürchtete man sich vor einer neuen Eiszeit.

Die «Schweizerische Grönland Expedition» von Alfred de Quervain war deshalb 1912 in aller Munde. Nicht nur die noch junge Klimaforschung interessierte sich für die Daten des Berner Geophysikers, auch die Gesellschaft gierte nach abenteuerlichen Geschichten aus dem Norden. Da sich der Staat nicht an den Kosten der Expedition beteiligen wollte, schloss der Abenteurer einen Vertrag mit der Neue Zürcher Zeitung ab. Sie bezahlte einen Drittel der Aufwände und sicherte sich damit das Recht, exklusiv über die Expedition zu berichten. Die Artikel machten de Quervains Abenteuer noch bekannter und lösten in der Schweiz einen regelrechten «Polarboom» aus.

Alfred de Quervain war schon 1909 im ewigen Eis von Grönland unterwegs gewesen. Drei Jahre später kehrte er dorthin zurück, um die Insel zu durchqueren. Das hatte vor ihm erst einer geschafft: Fridtjof Nansen. Und wie es sich für einen Abenteurer gehört, musste die Strecke des Schweizers länger und schwieriger sein als jene des Norwegers, der Grönland 1888 weiter südlich überquert hatte. Und das war sie! Mit Skiern und Hundeschlitten legten Alfred de Quervain und seine Mitstreiter in sechs Wochen rund 650 Kilometer zurück. Das war nicht nur anstrengend, sondern teilweise auch gefährlich. Gegen Ende der Überquerung fanden sie beispielsweise das Depot mit Nahrungsvorräten nur knapp.

Die meteorologischen und glaziologischen Daten, die Alfred de Quervain und sein Team 1912 gesammelt hatten, waren für die Wissenschaft enorm wertvoll. Bis heute werden die für die Forschung genutzt, beispielsweise bei der Erforschung des Grönländischen Eisschilds, der als zweitgrösster Süsswasserspeicher der Erde gilt. Wegen der Klimaerwärmung schmilzt er in den letzten zwei Jahrzehnten immer schneller. Besonders problematisch: Das Schmelzwasser wird nicht mehr aufgenommen und später wieder zu Eis, sondern fliesst in den Ozean ab. Dadurch schwinden die Süsswasserreserven und der Meeresspiegel steigt kontinuierlich an.

Mit Originalexponaten und historischen Fotografien beleuchtet die Ausstellung Alfred de Quervains Expedition im ewigen Eis und schlägt einen Bogen zur heutigen Klima- und Gletscherforschung.

Bilder

Beschreibung

Von den Inuit aus Walrosszahn geschnitzte Miniaturen, gesammelt von der Schweizerischen Grönlandexpedition 1912.

Copyright: Privatsammlung

Beschreibung

Anorak, Frauenhosen, Frauenstiefel der Inuit, gesammelt von der Schweizerischen Grönlandexpedition 1912.

Copyright: Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Beschreibung

Alfred de Quervain auf dem grönländischen Inlandeis bei der Messung des Windes, 1912.

Copyright: ETH Bibliothek, Bildarchiv

Beschreibung

Die Expeditionsmitglieder während der Überquerung (von links): Der Arzt Hans Hössli, der Architekt Roderich Fick, der Ingenieur Karl Gaule und der Expeditionsleiter Alfred de Quervain.

Copyright: ETH Bibliothek, Bildarchiv

Beschreibung

Der Schrecken der Arktis wird während der Expedition gekonnt in Szene gesetzt.

Copyright: ETH Bibliothek, Bildarchiv

Beschreibung

Inuit-Familie an der Ostküste Grönlands vor dem Sommerzelt, 1912.

Copyright: ETH Bibliothek, Bildarchiv

Beschreibung

Das Expeditionsschiff «Fox» unter Schweizer Flagge an der grönländischen Küste, 1912.

Copyright: ETH Bibliothek, Bildarchiv

Beschreibung

Alfred de Quervain in Grönland, 1912.

Copyright: ETH Bibliothek, Bildarchiv

Beschreibung

Blick in die Ausstellung.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Beschreibung

Blick in die Ausstellung.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Beschreibung

Blick in die Ausstellung.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Impressum

  • Gesamtleitung: Andreas Spillmann
  • Projektleitung: Dario Donati
  • Ausstellungskuratoren: Dario Donati, Fabian Müller
  • Wissenschaftliche Mitarbeit: Lea Pfäffli, Martin Lüthi, Andreas Vieli
  • Ausstellungs-Assistenz: Selina Stuber, Noemi Albert
  • Szenografie: Ralph Nicotera Szenografie und Innenarchitektur, Männedorf
  • Ausstellungsgrafik: Thomas Lehmann, Ldsgn, Zürich
  • Technische Leitung: Henrike Binder
  • Projektcontrolling: Sabrina Médioni
  • Marketing & Kommunikation: Andrej Abplanalp, Alexander Rechsteiner, Carole Neuenschwander, Sebastiano Mereu, Anna-Britta Maag
  • Ausstellungsaufbau: Bachir Ezzerari, Ladina Fait, Marc Hägeli, Mike Roder, David Schwitter
  • Objektvorbereitung und Objektmontagen: Peter Wyer, Tino Zagermann, Véronique Mathieu, Nikkibarla Calonder, Markus Scherer
  • Leihwesen: Maya Jucker, Angela Zeier
  • Bildung & Vermittlung: Severin Marty, Stefanie Bittmann
  • Objektlogistik: David Blazquez, Christian Affentranger, Markus Scherer, Reto Hegetschwiler, Simon d’Hollosy
  • IT |Web: Thomas Bucher, Pasquale Pollastro, Danilo Rüttimann, René Vogel
  • Übersetzungen: Laurence Neuffer, Geoffrey Spearing

Leihgeber

  • Museum der Kulturen Basel
  • Völkerkundemuseum der Universität Zürich
  • Alpines Museum der Schweiz
  • Alimentarium, Musée de l’alimentation, une Fondation Nestlé, Vevey
  • ETH-Bibliothek, Hochschularchiv der ETH Zürich
  • ETH-Bibliothek, Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel
  • Geografisches Institut, Universität Zürich
  • Kurt Tucholsky Literaturmuseum, Rheinsberg (D)
  • HERO Archiv, Museum Burghalde Lenzburg
  • Madeleine Münchinger, Elgg
  • Inge Jost, Zürich
  • Gamma Remote Sensing AG, Gümlingen


Für die Zusammenarbeit danken wir den folgenden Institutionen und Personen

  • Daniel Meili
  • Benedikt Wechsler
  • Fridolin Walcher
  • ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
  • ETH Zürich, focusTerra