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Weihnachten & Krippen

Landesmuseum Zürich | 19.11.2020 - 10.1.2021
publiziert am 19.11.2020

Die Weihnachtsausstellung gehört seit Jahren fest zum Programm des Landesmuseums. In diesem Winter liegt der Fokus auf Krippen aus der Schweiz.

Die Geburt von Jesus wird in der Schweiz seit dem 17. Jahrhundert mit Krippenfiguren dargestellt. Dabei verwendete man ganz unterschiedliche Materialien: von Wachs über Stoff bis zu Ton. Im 17. und 18. Jahrhundert fanden sich die Figuren vorwiegend bei reichen Familien, da sie von Hand und einzeln gefertigt wurden und daher teuer waren. Erst mit einer steigenden Produktion von Krippen aus Papier Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Verbreitung in weiteren Kreisen der Bevölkerung, da solche Objekte kostengünstiger waren. Diese Papierkrippen waren sehr beliebt und einfach auf- und abzubauen. Sie wurden deshalb später im Volksmund auch «Faulenzerkrippen» genannt.

In der diesjährigen Weihnachtsausstellung werden rund 25 Krippen aus der Schweiz gezeigt. Einer der Schwerpunkte liegt in Anlehnung an die letztjährige Ausstellung über Nonnen auf Objekten aus Frauenklöstern. Ergänzt werden die Krippen von historischen Adventskalendern. Sie wurden oft von bekannten Kinderbuchillustratorinnen und –illustratoren gestaltet. Die Auswahl reicht vom frühesten Exemplar mit kindlichen Bildern, erfunden von Gerhard Lang und Ernst Kepler Anfang des 20. Jahrhunderts, über den ersten gefüllten Kalender, entworfen von Dora Baum, bis hin zu aktuellen Exemplaren.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm für Familien begleitet. Kinder können im Museum Bücher lesen, die Weihnachtsgeschichte anhören, Geschenke basteln oder mit einer Laterne durch die Räume wandern.

Bilder

Kastenkrippe mit Wachsfiguren, Frauenkloster Hermetschwil LU, 18. Jh., Wachs, Seide, Holz. Leihgabe Chorherrenstift St. Michael Beromünster

Krippen fabriziert von Klosterfrauen sind oft in Glaskästchen gestaltet, in denen die Weihnachtsgeschichte oder das Jesuskind aus Wachs detailreich dargestellt werden.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Maria mit Jesuskind, Ildefons Curiger (1782–1841), um 1810/20, Einsiedeln SZ, Ton gebrannt, originale Fassung, Glassturz bemalt. Leihgabe Kloster Einsiedeln, Kunstsammlung

Krippen fabriziert von Klosterfrauen sind oft in Glaskästchen gestaltet, in denen die Weihnachtsgeschichte oder das Jesuskind aus Wachs detailreich dargestellt werden.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Maria mit Jesuskind und Hirt, Ildefons Curiger (1782–1841), um 1820, Einsiedeln SZ, Ton gebrannt, monochrom gefasst. Leihgabe Kloster Einsiedeln, Kunstsammlung

In den Werkstätten der «Einsiedler Kleinplastiker» entstehen Anfang 19. Jahrhundert Gruppen aus gebranntem Ton.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Winterliche Faltkrippe, um 1920, Schweiz oder Deutschland, Karton, Papier, bedruckt, geprägt, gestanzt, Gelatinepapier. Leihgabe Spielzeug Welten Museum Basel

Seit dem späten 19. Jahrhundert nimmt die Verbreitung von Papierkrippen in der Schweiz im privaten Gebrauch zu. Sie sind kostengünstiger als solche aus Ton oder Porzellan und damit erschwingliche Alternativen.

Copyright: Spielzeug Welten Museum Basel

Adventskalender, Im Lande des Christkinds, ca. 1910, Ernst Kepler, Verlag Reichhold & Lang, München. Leihgabe Evelyne Gasser, Lenzburg

Gerhard Lang gilt als «Erfinder» des heute üblichen Adventskalenders. Er kreiert zu Beginn des 20. Jahrhunderts– zusammen mit dem Grafiker Ernst Kepler – diesen Adventskalender mit Versen und Bildchen zum Aufkleben.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Adventskalender, Advents-Blütenbaum, ca. 1936, Sulamith Wülfing, Sulamith Wülfing-Verlag, Wuppertal-Elberfeld. Leihgabe Evelyne Gasser, Lenzburg

Religiös geprägte Motive zur Erziehung der Kinder werden nach 1930 vermehrt von weltlichen Sujets, Märchenfiguren oder romantischen Landschaften abgelöst.

Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

Beschreibung

Blick in die Ausstellung.

Copyright: © Schweizerisches Nationalmuseum

Beschreibung

Blick in die Ausstellung.

Copyright: © Schweizerisches Nationalmuseum

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Blick in die Ausstellung.

Copyright: © Schweizerisches Nationalmuseum

Pressekontakt Schweizerisches Nationalmuseum

+41 44 218 66 63 medien@nationalmuseum.ch

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