accessibility.sr-only.opening-hours-term

Öffnungszeiten

Museum, Boutique & Bistro

  • Dienstag bis Mittwoch 10:00 - 17:00

  • Donnerstag 10:00 - 19:00

  • Freitag bis Sonntag 10:00 - 17:00

  • Montag geschlossen

Bibliothek

  • Dienstag bis Mittwoch und Freitag 10:00 - 18:00

  • Donnerstag 10:00 - 19:00

  • Samstag bis Montag geschlossen

An Feiertagen geschlossen

Besondere Öffnungszeiten

  • Sechseläuten 20.04.2026 10:00 - 17:00

  • Tag der Arbeit 01.05.2026 10:00 - 17:00

  • Auffahrt 14.05.2026 10:00 - 17:00

  • Pfingsten 24.05.2026 10:00 - 17:00

  • Pfingstmontag 25.05.2026 10:00 - 17:00

  • Nationalfeiertag 01.08.2026 10:00 - 17:00

  • Lange Nacht der Museen 05.09.2026 10:00 - 17:00
    18:00 - 23:59

  • Lange Nacht der Museen 06.09.2026 0:00 - 2:00
    10:00 - 17:00

  • Knabenschiessen 14.09.2026 geschlossen

  • Familientag 18.10.2026 10:00 - 17:00

  • 21.12.2026 10:00 - 17:00

  • 22.12.2026 10:00 - 17:00

  • 23.12.2026 10:00 - 17:00

  • Heiliger Abend 24.12.2026 10:00 - 14:00

  • Weihnachten 25.12.2026 10:00 - 17:00

  • Stephanstag 26.12.2026 10:00 - 17:00

  • 27.12.2026 10:00 - 17:00

  • 28.12.2026 10:00 - 17:00

  • 29.12.2026 10:00 - 17:00

  • 30.12.2026 10:00 - 17:00

  • Silvester 31.12.2026 10:00 - 17:00

  • Neujahr 01.01.2027 10:00 - 17:00

  • Berchtoldstag 02.01.2027 10:00 - 17:00

accessibility.openinghours.special_opening_hours.link

Alle anzeigen

Öffnungszeiten

Museum, Boutique & Bistro

  • Dienstag bis Mittwoch 10:00 - 17:00

  • Donnerstag 10:00 - 19:00

  • Freitag bis Sonntag 10:00 - 17:00

  • Montag geschlossen

Bibliothek

  • Dienstag bis Mittwoch und Freitag 10:00 - 18:00

  • Donnerstag 10:00 - 19:00

  • Samstag bis Montag geschlossen

An Feiertagen geschlossen

Besondere Öffnungszeiten

  • Sechseläuten 20.04.2026 10:00 - 17:00

  • Tag der Arbeit 01.05.2026 10:00 - 17:00

  • Auffahrt 14.05.2026 10:00 - 17:00

  • Pfingsten 24.05.2026 10:00 - 17:00

  • Pfingstmontag 25.05.2026 10:00 - 17:00

  • Nationalfeiertag 01.08.2026 10:00 - 17:00

  • Lange Nacht der Museen 05.09.2026 10:00 - 17:00
    18:00 - 23:59

  • Lange Nacht der Museen 06.09.2026 0:00 - 2:00
    10:00 - 17:00

  • Knabenschiessen 14.09.2026 geschlossen

  • Familientag 18.10.2026 10:00 - 17:00

  • 21.12.2026 10:00 - 17:00

  • 22.12.2026 10:00 - 17:00

  • 23.12.2026 10:00 - 17:00

  • Heiliger Abend 24.12.2026 10:00 - 14:00

  • Weihnachten 25.12.2026 10:00 - 17:00

  • Stephanstag 26.12.2026 10:00 - 17:00

  • 27.12.2026 10:00 - 17:00

  • 28.12.2026 10:00 - 17:00

  • 29.12.2026 10:00 - 17:00

  • 30.12.2026 10:00 - 17:00

  • Silvester 31.12.2026 10:00 - 17:00

  • Neujahr 01.01.2027 10:00 - 17:00

  • Berchtoldstag 02.01.2027 10:00 - 17:00

accessibility.openinghours.special_opening_hours.link

Alle anzeigen

accessibility.sr-only.body-term

Wir und der Krieg

Landesmuseum Zürich | 17.4.2026 - 17.1.2027
publiziert am 15.4.2026

Kriege erscheinen oft als ferne Ereignisse. Doch sie prägen auch die Geschichte und Gegenwart der Schweiz. Die Ausstellung «Wir und der Krieg» im Landesmuseum Zürich zeigt anhand eindrücklicher Objekte und Geschichten, wie Konflikte seit Jahrhunderten das Selbstverständnis, die Politik und den Alltag der Schweiz beeinflussen.

Kriege prägen die Gegenwart. Bilder aus der Ukraine, dem Nahen Osten oder anderen Weltregionen erreichen uns täglich über Nachrichten und soziale Medien. Sie machen deutlich, dass bewaffnete Konflikte nicht nur geografisch entfernte Ereignisse sind, sondern politische Debatten, gesellschaftliche Werte und persönliche Wahrnehmungen weltweit beeinflussen. Auch in der neutralen Schweiz sind Kriege Teil der eigenen Geschichte und Gegenwart.

Die Ausstellung beleuchtet in fünf Kapiteln, wie Kriege seit dem Spätmittelalter Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der Schweiz prägen. Sie zeigt, wie Konflikte identitätsstiftende Prozesse auslösen, wirtschaftliche Abhängigkeiten verschieben oder soziale Spannungen verstärken. Dabei wird deutlich, dass Kriege nicht nur militärische Ereignisse sind, sondern weitreichende Auswirkungen auf Alltag, Kultur und politische Entscheidungen haben.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Krieg das Selbstbild der Schweiz formte. Mythen um den Rütlischwur, Wilhelm Tell oder Arnold von Winkelried wurden über die Jahrhunderte zu symbolischen Erzählungen von Freiheit und Einigkeit. Gleichzeitig entstanden wirtschaftliche Verflechtungen durch Solddienste oder später durch die Rüstungsindustrie. Konflikte führten auch zu sozialen Veränderungen: Sie lösten wirtschaftliche Krisen und Protestbewegungen aus, beeinflussten Migration und verschieben Geschlechterrollen. Zugleich entwickelte die Schweiz politische Handlungsspielräume, etwa durch Neutralität, humanitäres Engagement und Friedenspolitik.

Zahlreiche historische Objekte machen diese Zusammenhänge sichtbar. Eine erstmals in der Schweiz gezeigte Tapisserie zur Schlacht bei Pavia von 1525 – eine äusserst kostbare Leihgabe aus Neapel – stellt etwa die Flucht eidgenössischer Truppen dar und hinterfragt damit den Mythos militärischer Unbesiegbarkeit. Drei unterschiedliche Darstellungen der Schlacht bei Murten (1476) – ein Historiengemälde, ein Schulwandbild und eine Fotografie des ehemaligen Schlachtfelds – zeigen, wie sich Erinnerung und nationale Deutung im Laufe der Zeit verändern.

Auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte werden anhand von Exponaten deutlich: Mannschaftsrodel, Münzen und Entlassungsurkunden verweisen auf das Geschäft mit dem Solddienst, während Fotografien und Handbücher aus der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon oder der Waffenfabrik Solothurn die Rolle der Schweizer Rüstungsindustrie im 20. Jahrhundert dokumentieren. Weitere Objekte – etwa ein Maschinengewehr und eine Gewerkschaftsfahne aus der Zeit des Landesstreiks von 1918, Uniformen aus dem Aktiv- und Frauenhilfsdienst oder Pläne und Fotografien militärischer Anlagen im Alpenraum – verdeutlichen, wie eng Krieg, Gesellschaft und Politik miteinander verflochten sind.

Den Abschluss bildet eine zeitgenössische Perspektive: In der Videoinstallation «Repeat after Me» ahmen ukrainische Geflüchtete die Geräusche von Schüssen, Artillerie und Sirenen nach. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, diese Klänge nachzusprechen – eine eindringliche Erinnerung daran, dass Krieg nicht nur Geschichte ist, sondern auch heute Erfahrungen prägt und Menschen bewegt.

Der interaktive «Neutralitätskompass» begleitet den Ausstellungsrundgang und lädt Besucherinnen und Besucher ein, ihre eigene Position zur Bedeutung der Neutralität zu reflektieren. In jeder Sektion beantworten sie Fragen und erhalten am Ende eine Auswertung ihrer Antworten sowie vertiefende Informationen zur Neutralität der Schweiz.

Das Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung um weitere Perspektiven. In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich beleuchtet eine Veranstaltung den Wandel der Erinnerungskultur in der Schweiz. Gemeinsam mit dem Forschungsprojekt «Ästhetisierung von Kriegsgewalt» (HKB) wird das Thema Gewalt vertieft. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen teilen zudem ihre Erfahrungen zu Fluchtmigration, Peacekeeping und Kriegsfotografie.

Bilder

Kritik an den fremden Diensten

Als Allegorie prangert das Gemälde Gier im Solddienst an und verweist auf politische Abhängigkeiten der Eidgenossenschaft. Anonym, um 1625. Schweizerisches Nationalmuseum

Warten und helfen

1914 kehren Tausende italienische Arbeiterinnen und Arbeiter durch die Schweiz in ihrer Heimat zurück. Rotes Kreuz und Armee betreuen die Wartenden. August Gansser, Refugianten aus dem Elsass, Basel, 1914. Schweizerisches Nationalmuseum

Soldat im Aktivdienst

Die Ausrüstung des Kanoniers Willy Keller aus Teufen umfasst Uniformteile, Essgeschirr, Reglemente und persönliche Gegenstände. Kanonier-Ausrüstung von Willy Keller, Ordonnanz 1914–1949

© Schweizerisches Nationalmuseum

Turnfest

Bis in die 1960er-Jahre bleibt die Turnbewegung stark militärisch und patriotisch geprägt. Turnen gilt als moderne Form eidgenössischer Kriegstugenden. Eidgenössisches Turnfest, Basel, 1959

© Schweizerisches Nationalmuseum / ASL

Zivilschutz und Gaskrieg

Erst 1917 führt die Schweizer Armee Gasmasken für Grenztruppen ein. 1937 beginnt die Schweiz, Zivilgasmasken herzustellen. Gasmaske für Luftschutz und Zivilbevölkerung, 1939–1945

© Schweizerisches Nationalmuseum

Schweizerdolch

Die Geschichte von Wilhelm Tell schmückt bereits im 16. Jahrhundert auch die Scheiden der Schweizerdolche. Schweizerdolch mit Scheide, Messer und Pfriem, um 1570

© Schweizerisches Nationalmuseum

Antisemitische Politik

Deutschland führt im Oktober 1938 auf diplomatischen Druck der Schweiz den sogenannten Judenstempel ein. Reisepass für Agathe Süss mit Judenstempel, 1938

© Jüdisches Museum Schweiz

Tarnungsvorlage

Hans Erni dient im Zweiten Weltkrieg als Tarnmaler für militärische Anlagen. Hans Erni, Tarnungsvorschlag MM5, Rynächt mit Rampe, 1940

© Schweizerisches Bundesarchiv, E27#1000/721#19108*

Europa und die Neutralität

Auf dem Wiener Kongress 1815 wird die «immerwährende Neutralität» der Schweiz anerkannt. Damit wird die Neutralität Teil des europäischen Gleichgewichts. Anerkennung und Garantie der ewigen Neutralität der Schweiz und der Unverletzlichkeit ihres Gebietes von Seite der allierten Mächte, 08. / 20. 11. 1815

© Schweizerisches Bundesarchiv, K0#1000-1402#72

Drei Tellen

Die «drei Tellen» verüben ein Attentat auf eine Luzerner Ratsdelegation während des Bauernkriegs von 1653. Zwei sterben im Kampf, der dritte wird hingerichtet. Martin Disteli, Unternährer und Hinterueli, die letzten freien Entlibucher, 1840. Grafiksammlung der Zentralbibliothek Solothurn, a 295

Schlacht bei Pavia

Dieser Wandteppich zeigt die Niederlage der Eidgenossen bei der Schlacht von Pavia. Es steht im Kontrast zum entstandenen Mythos der ruhmreichen Söldner. Jan und Willem Dermoyen, nach einer Zeichnung von Bernard van Orley, Ausfall der Belagerten und Flucht der Eidgenossen, 1528–1531, Wolle und Seide mit Silber- und Goldfäden, gestickt

© Museo e Real Bosco di Capodimonte, Napoli

Zurück in der Heimat

Johann Baptist Kirner zeigt einen heimkehrenden Schweizergardisten, der von der Pariser Julirevolution von 1830 berichtet. Johann Baptist Kirner, 1831. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Maler im Dienst

Während seines Aktivdienstes im Zweiten Weltkrieg malt Hans Erni in einer Soldatenstube in Uri das Fresko «Muni mag 5». Hans Erni, Muni mag 5, um 1944, Fresko

© Hans-Erni-Stiftung Luzern

Wehrhafte Helvetia

Helvetia hält den Bundesvertrag vom 7. August 1815 und stützt sich auf ein Kanonenrohr. Berner Tracht und Alpenkulisse verankern die Figur in der nationalen Bildsprache. Edouard Castres, Die wehrhafte Schweiz, 1895

© Bernisches Historisches Museum, Bern. Foto Stefan Rebsamen

«Wir und der Krieg» im Landesmuseum Zürich

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

«Wir und der Krieg» im Landesmuseum Zürich

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

«Wir und der Krieg» im Landesmuseum Zürich

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

«Wir und der Krieg» im Landesmuseum Zürich

Blick in die Ausstellung

© Schweizerisches Nationalmuseum

Pressekontakt Landesmuseum Zürich

+41 44 218 65 64 medien@nationalmuseum.ch