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Museum, Boutique & Bistro

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  • Tag der Arbeit 01.05.2027 10:00 - 17:00

  • Auffahrt 06.05.2027 10:00 - 17:00

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  • Pfingstmontag 17.05.2027 10:00 - 17:00

  • Nationalfeiertag 01.08.2027 10:00 - 17:00

  • Lange Nacht der Museen 04.09.2027 10:00 - 17:00
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  • Lange Nacht der Museen 05.09.2027 0:00 - 2:00
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  • Knabenschiessen 13.09.2027 geschlossen

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Expertinnen-Führung

Feministische Blicke auf Krieg und Frieden

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mit Dr. Annemarie Sancar, Sozialanthropologin, Mitglied der Women’s International League for Peace and Freedom

Kriege verändern den Alltag einer ganzen Gesellschaft. Die Rollen von Frauen und Männern verschieben, geschlechterspezifische Bilder und Beschreibungen verändern sich. Diese Führung beleuchtet die unterschiedlichen Rollen, die Frauen in Kriegssituationen übernehmen – im Laufe der Zeit bis heute: als Erwerbstätige, Pflegende, in sozialen und politischen Prozessen, als Betroffene von Krieg – und welche Veränderungen zeigen sich bei den Männern, ihrer Selbstwahrnehmung, in der Haltung zu Frauen? Ist die Armee der Hort idealisierter Männlichkeitsbilder?

Die Führung richtet den Fokus auf Frauen, die sich für Frieden eingesetzt haben, als Initiantinnen und Mitgestalterinnen von Friedensprozessen. Sie richtet den Blick auf die Impulse von Frauen für Friedensbewegungen und Konfliktlösungen und lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie sich die Geschlechterrollen im Spannungsfeld von Krieg und Frieden verändert haben, welche Rolle die Wirtschaft spielt, wie den Herausforderungen im Kontext begegnet wird und welchen Aktionen heutzutage Aufmerksamkeit zuteil wird.

Landesmuseum Zürich

Museumstrasse 2
8001 Zürich

Dieser Anlass liegt in der Vergangenheit.

accessibility.sr-only.person_card_info Reservationsdesk

+41 44 218 66 00

Dr. Annemarie Sancar

Annemarie Sancar ist spezialisiert in Migrations-, Gender- und Friedensthemen, ihre Dissertation behandelt das Thema ethnische Identität und Ethnisierung bei Geflüchteten aus der Türkei. Sie hat während 10 Jahren bei der DEZA als Beauftragte für Gender in den Programmen der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet. Sie verfügt über langjährige Expertise in der feministischen Friedenspolitik, dies unter anderem in der Arbeit für Frieda (ehemals cfd), swisspeace und 1000Frauen für den Frieden PWAG. Heute engagiert sie sich in transnationalen feministischen Netzwerken für Friedenspolitik.

Die Ausstellung

Keyvisual der Ausstellung «Wir und der Krieg». Foto (Ausschnitt): Christian Schwager, Infanteriebunker Ratenpass / © 2026, ProLitteris, Zurich | © Christian Schwager / © 2026, ProLitteris, Zurich

Krieg ist ein prägendes Element der Schweizer Geschichte. Die Ausstellung zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben.

Ob in Form identitätsstiftender Mythen wie dem Rütlischwur, durch interne Konflikte wie den Bauernkrieg von 1653, den Sonderbundskrieg von 1847 oder in der latenten Bedrohung während des Zweiten Weltkriegs: Krieg prägte das Selbstverständnis der Schweiz nachhaltig. Dabei zeigt sich, wie Kriege in- und ausserhalb des Gebiets der heutigen Schweiz neue Machtverhältnisse und soziale Spannungen hervorbrachten – etwa durch grosse Profite aus dem Waffen- und Söldnerhandel, durch verschärfte Klassenkonflikte oder durch veränderte Geschlechterbilder.

Das Selbstbild der Schweiz als neutrales und friedensförderndes Land prägt insbesondere ihre Aussenpolitik bis heute. Zwischen Bedrohung und Solidarität eröffneten sich auch Handlungsspielräume der Neutralität, die Sicherheit schaffen und Frieden ermöglichen sollten. Anhand von Objekten, Videoinstallationen und Dokumenten lädt die Ausstellung dazu ein, verbreitete Vorstellungen vom Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu hinterfragen – einem Krieg, der oft als fern gilt, aber tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.

Details zur Ausstellung