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Pfingsten 24.05.2026 10:00 - 17:00
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Lange Nacht der Museen 05.09.2026 10:00 - 17:00
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Lange Nacht der Museen 06.09.2026 0:00 - 2:00
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Alle anzeigenFokus
Lange galten Kinder als «kleine Erwachsene», deren körperliche und psychische Belastbarkeit kaum hinterfragt wurde. Mit der Industrialisierung war der Ausbeutung der Kinder als Arbeitskräfte nahezu keine Grenzen gesetzt, was gravierende gesundheitliche und seelische Schäden zur Folge hatte. Die Erkenntnis, dass Wachstum und Entwicklung empfindlich auf Überforderung und Mangelernährung reagieren, trug wesentlich dazu bei, Kinderarbeit nicht nur als soziales, sondern auch als entwicklungs- und gesundheitsrelevantes Risiko zu erkennen. Gesellschaftliche Verantwortung und politisches Engagement ermöglichten rechtliche und soziale Fortschritte und verbesserten den gesetzlichen Schutz für Kinder. Aktuelle Diskussionen über Leistungsdruck, psychische Gesundheit oder soziale Ungleichheit greifen dieselbe Grundfrage auf: Welche Bedingungen braucht ein Kind, um sich gesund entwickeln zu können?
Gemeinsam diskutieren die Podiumsgäste, wie die Rechte der Kinder heute politisch gestärkt und die Verantwortung für ihre Gesundheit und Zukunft weitergetragen werden können – damit Kinder in der Schweiz gesund, gehört und sicher aufwachsen.
Mit Kinder- und Jugendarzt Oskar Jenni, Kinderanwältin Annegret Lautenbach und Historikerin Sonja Matter.
Moderation: Ladina Spiess.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kinderspital Zürich statt.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Reservation ist obligatorisch.
Sie findet im Rahmen der Ausstellung «Aus der Not geboren. Arbeitende Kinder» statt (19.12.2025 – 20.4. 2026).
Um 17h findet im Rahmen der Fokus-Veranstaltung eine Führung durch die Ausstellung «Aus der Not geboren. Arbeitende Kinder». Die Anzahl Teilnehmende ist beschränkt.
Für die Führung bitte hier anmelden.
allgemeine Auskunft
Montag bis Freitag 09:00 - 17:00
Bereits vor der Industrialisierung leisteten Kinder einen unentbehrlichen Beitrag zur Familienökonomie, sei es im Haus, auf dem Hof oder in der Heimarbeit. Mit dem Aufkommen der Industrie wurden Kinder vor allem aus armen Familien in Textilfabriken als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Sie arbeiteten viele Stunden, übernahmen gefährliche sowie gesundheitsschädigende Aufgaben und konnten oft nicht in die Schule. Ab den 1830er Jahren führten die Kantone sukzessive die Schulpflicht ein. 1877 verbot das Eidgenössische Fabrikgesetz die Arbeit von Kindern unter 14 Jahren. Trotzdem wurden Kinder weiterhin eingespannt, sei es für Heimarbeit oder in der Landwirtschaft. Die Ausstellung thematisiert auch, wie Verding- und Heimkinder weg von ihren Familien zur Arbeit gezwungen wurden. Und sie zeigt auf, wer sich für die Bildung der Kinder und ihren Schutz einsetzte und wie das Thema in der Gegenwart diskutiert wird.
Bild (Ausschnitt): Wasserholen an der Quelle, Unteriberg SZ, 1947 © Theo Frey / Fotostiftung Schweiz