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Lange Nacht der Museen 05.09.2026 10:00 - 17:00
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Lange Nacht der Museen 06.09.2026 0:00 - 2:00
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Alle anzeigenFokus
Zeugnisse von Krieg und Gewalt begegnen uns heute fast täglich – in den Nachrichten, in sozialen Medien und manchmal auch in persönlichen Erzählungen. Doch was geschieht eigentlich, wenn wir ihnen zuhören? Wie können wir Erfahrungen begegnen, die sich oft nur schwer in Worte fassen lassen? Und was verändert sich, wenn Zuhören selbst zum Ausgangspunkt wird?
Der Workshop ist inspiriert von dem Kunst- und Forschungsprojekt «Es gibt kein Mindestalter für den Krieg», das gemeinsam mit Menschen entwickelt wurde, die als Minderjährige von bewaffneten Gruppen in Kolumbien rekrutiert worden waren.
Wir hören, erzählen, experimentieren mit Stimme, Klang, Atem, Rhythmus und Stille und erkunden, wie diese Elemente unsere Wahrnehmung verändern. Dabei geht es auch darum, neue Zugänge zu Zeugnissen von Krieg zu entdecken und gemeinsam zu erforschen, was aufmerksames Zuhören ermöglichen kann
Der Workshop richtet sich an alle Interessierten; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Workshop findet auf Deutsch und Englisch statt.
Zeitplan
14:30: Einführung
15:00: Workshop
16:30: Ausklang und Verpflegung
Der Workshop ist Teil der Fokusveranstaltung «Addressing War?». Im Anschluss sind die Teilnehmenden herzlich zur Podiumsdiskussion und Performance eingeladen.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Reservation ist obligatorisch.
allgemeine Auskunft
Montag bis Freitag 09:00 - 17:00
Krieg ist ein prägendes Element der Schweizer Geschichte. Die Ausstellung zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben.
Ob in Form identitätsstiftender Mythen wie dem Rütlischwur, durch interne Konflikte wie den Bauernkrieg von 1653, den Sonderbundskrieg von 1847 oder in der latenten Bedrohung während des Zweiten Weltkriegs: Krieg prägte das Selbstverständnis der Schweiz nachhaltig. Dabei zeigt sich, wie Kriege in- und ausserhalb des Gebiets der heutigen Schweiz neue Machtverhältnisse und soziale Spannungen hervorbrachten – etwa durch grosse Profite aus dem Waffen- und Söldnerhandel, durch verschärfte Klassenkonflikte oder durch veränderte Geschlechterbilder.
Das Selbstbild der Schweiz als neutrales und friedensförderndes Land prägt insbesondere ihre Aussenpolitik bis heute. Zwischen Bedrohung und Solidarität eröffneten sich auch Handlungsspielräume der Neutralität, die Sicherheit schaffen und Frieden ermöglichen sollten. Anhand von Objekten, Videoinstallationen und Dokumenten lädt die Ausstellung dazu ein, verbreitete Vorstellungen vom Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu hinterfragen – einem Krieg, der oft als fern gilt, aber tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.