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Fokus

Workshop 2

Über und gegen den Krieg singen

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mit Maayan Baran und Priska Gisler

Was können Lieder im Krieg?  Klagelieder, Widerstandslieder (z.B. der italienischen Resistenza), Marschlieder erfüllen während und nach kriegerischen Konflikten unterschiedliche Funktionen. Sie stellen verschiedene Atmosphären her und fangen Emotionen unterschiedlich auf.

In diesem Workshop erkunden wir mit der Chorleiterin Maayan Baram Lieder aus verschiedenen Kontexten und Kulturen, die im Zusammenhang mit kriegerischen Konflikten gesungen werden oder die an solche erinnern. Wir hören Lieder und sprechen über sie, bevor wir sie gemeinsam singend ausprobieren können. Welche Stimmungen können diese Lieder vermitteln? Und was kann Singen im Zusammenhang von Krieg und Konflikt bewirken? 

Teilnehmende an diesem Workshop sind eingeladen, Lieder mitzubringen, die sie an Kriegskontexte denken lassen. Es wird nicht vorausgesetzt, dass diese Lieder (vor-)gesungen werden können. Der Workshop findet auf Deutsch und Englisch statt.

Zeitplan

14:30: Einführung
15:00: Workshop
16:30: Ausklang und Verpflegung

Der Workshop ist Teil der Fokusveranstaltung «Addressing War?». Im Anschluss sind die Teilnehmenden herzlich zur Podiumsdiskussion und Performance eingeladen.

Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Reservation ist obligatorisch.

Landesmuseum Zürich
Auditorium Willy G. S. Hirzel

Museumstrasse 2
8001 Zürich

Privater Anlass

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kostenlos

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allgemeine Auskunft

+41 44 218 65 11

Maayan Baran

Mayaan Baram ist Sängerin und Chorleiterin aus Israel/Palästina. Sie studierte Gesang und Chorleitung bei Anat Efraty und Ronen Borshevsky an der Universität Tel Aviv. Im Mai 2026 hat sie den Master Chorleitung an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen. Maayan sammelte bereits Berufserfahrungen als Dirigentin des «Wind of Change»-Projekts (Schweiz) mit dem choR interR kulturR.

Priska Gisler

Soziologin, Leiterin des Instituts Praktiken und Theorien der Künste an der Hochschule der Künste Bern. In Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden hat sie eine Reihe interdisziplinärer Forschungsprojekte entwickelt, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Problemstellungen auseinandersetzen. Sie leitet das Projekt «Aesthetisierung von Kriegsgewalt» (SNF 2023-2027)

Die Ausstellung

Keyvisual der Ausstellung «Wir und der Krieg». Foto (Ausschnitt): Christian Schwager, Infanteriebunker Ratenpass / © 2026, ProLitteris, Zurich | © Christian Schwager / © 2026, ProLitteris, Zurich

Krieg ist ein prägendes Element der Schweizer Geschichte. Die Ausstellung zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben.

Ob in Form identitätsstiftender Mythen wie dem Rütlischwur, durch interne Konflikte wie den Bauernkrieg von 1653, den Sonderbundskrieg von 1847 oder in der latenten Bedrohung während des Zweiten Weltkriegs: Krieg prägte das Selbstverständnis der Schweiz nachhaltig. Dabei zeigt sich, wie Kriege in- und ausserhalb des Gebiets der heutigen Schweiz neue Machtverhältnisse und soziale Spannungen hervorbrachten – etwa durch grosse Profite aus dem Waffen- und Söldnerhandel, durch verschärfte Klassenkonflikte oder durch veränderte Geschlechterbilder.

Das Selbstbild der Schweiz als neutrales und friedensförderndes Land prägt insbesondere ihre Aussenpolitik bis heute. Zwischen Bedrohung und Solidarität eröffneten sich auch Handlungsspielräume der Neutralität, die Sicherheit schaffen und Frieden ermöglichen sollten. Anhand von Objekten, Videoinstallationen und Dokumenten lädt die Ausstellung dazu ein, verbreitete Vorstellungen vom Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu hinterfragen – einem Krieg, der oft als fern gilt, aber tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.

Details zur Ausstellung